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German (Deutsch) translations of Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein, opus 45

by Ferdinand Kamm (1845 - 1897)

1. Meine traute Heimat
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Meine traute Heimat", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 1, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Mein Heimatland, das liebe, traute,
Wo ich das Glück der Jugend fand,
Das meine Kinderspiele schaute
Und mich erzog mit ernster Hand.
  Ich muss es lieben,
  Das traute, liebe Heimatland!
  Ich muss es lieben, ja ewig lieben,
  Das traute, liebe Heimatland!

Das Land, das auch auf fremder Erde
Dem Manne nah verbunden blieb,
Ihn bei des harten Tags Beschwerde
Mit süsser Sehnsucht vorwärts trieb.
  Ich muss es lieben,
  Das traute, liebe Heimatland!
  Ich muss es lieben, ja ewig lieben,
  Das traute, liebe Heimatland!

Mein Land, das heimatwärts getrieben
Den reifen Mann zu rechter Zeit,
Das ihn vereint mit seinen Lieben,
Den eignen freien Herd verleiht.
  Ich muss es lieben,
  Das traute, liebe Heimatland!
  Ich muss es lieben, ja ewig lieben,
  Das traute, liebe Heimatland!

Dich, Heimatland, dich lieb' ich immer,
Dir bleibt geweiht mein ganzes Herz,
Und bis zum letzten Lebensschimmer
Bin ich bei dir in Freud' und Schmerz.
  Ich will dich lieben,
  Das trautes, liebes Heimatland!
  Ich will es lieben, ja ewig lieben,
  Das traute, liebe Heimatland!

Text Authorship:

  • by Johannes Rehmke (1848 - 1930)

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by Johannes Rehmke (1848 - 1930)
2. Sängerlust
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Sängerlust", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 2 (1896), stanzas 1,2,4 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Hinaus in das Grün, hinaus in das Feld! 
Es athmet in Gottes geräumiger Welt 
Weit freier die kräftige Brust. 
Wie die Sternlein glänzen am Himmelsraum, 
Wie die Röslein lächeln mit purpurnem Saum, 
So lacht uns im Herzen die Lust. 

Die Hüte bekränzt mit eichlaub'nem Grün, 
Das Auge so klar und die Stirne so kühn, 
So schreiten wir Alle dahin. 
Rings hauchen die Lüfte des Willkomms Kuß, 
Wir schwingen die Hüte mit freundlichem Gruß 
Und schwärmen mit heiterem Sinn.

 ... 

Nur frisch in die Welt mit Sang und mit Klang! 
So lang uns noch grüßet der Vögel Gesang, 
Tönt's voll aus dem Herzen und laut. 
Wie sonnig Lenz doch die Blumen hüllt , 
Sei wonnig Herz und mit Jubel erfüllt, 
Sei Frohsinn die liebliche Braut!

Text Authorship:

  • by (Konrad Johann) Reinherz Kromm (1828 - 1901), "Sängerlust"

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Note: the text above is taken from stanzas 1,2,4 of the original text.

by (Konrad Johann) Reinherz Kromm (1828 - 1901)
3. Lebt wohl, ich scheide
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Lebt wohl, ich scheide", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 3 (1896), stanzas 1-3 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Die duftenden Kräuter auf der Au,
Der Halm' im frischen Morgenthau,
Die Bäum' im grünen Kleide,
  Ein jedes ruft: ich scheide,
  Lebt wohl! ich scheide.

Die Rosen in ihrer lichten Pracht,
Die Lilien in ihrer Engelstracht,
Die Blümchen auf der Heide,
  Ein jedes ruft: ich scheide,
  Lebt wohl! ich scheide.

Ist Alles nur ein Kommen und Gehn,
Ein Scheiden mehr als Wiedersehn;
Wir freu'n uns, hoffen und leiden,
  Und müssen endlich scheiden, 
  Lebt wohl! wir scheiden.

 ... 

Text Authorship:

  • by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Leb wohl! ich scheide", appears in Lyrische Gedichte, in Dichterleben, in Reifere Mannesjahre

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Note: the text above is taken from stanzas 1-3 of the original text.

by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
4. Mein Heimatland
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Mein Heimatland", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 4 (1896) [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Freund, ich weiss ein kleines Land,
'S ist so schön, so schön,
Trägt's jetzt gleich sein Schneegewand
Rings auf allen Höh'n,
Ist mein Aug' doch hoch entzückt,
Wenn es dieses Land erblickt.

Und wenn erst der Frühling kommt,
O dann musst du's seh'n!
Wenn sich Alles freut und sonnt
Rings auf diesen Höh'n,
Dann trägt dieses kleine Land
Wohl das schönste Festgewand!

Seine Luft ist frisch und rein,
Wie nicht anderswo,
Seine Dörfer schmuck und fein,
Drin die Leut' so froh;
Manchen Baches kühle Quell'
Sprudelt hier so frisch und hell.

Willst du wissen, wie es heisst,
Dieses schöne Land,
Das mein Lied als herrlich priest
Selbst im Schneegewand[?]
Nun, dies Land, wie keins ich fand,
Ist mein teures Heimatland.

Text Authorship:

  • by Eduard Walser (1863 - 1949)

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by Eduard Walser (1863 - 1949)
5. Herbst‑Sonnabend
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Herbst-Sonnabend", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 5, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Glockentöne hallen durch die laue Luft
In des Waldes Hallen, in die kühle Gruft.

An dem Baume schwanket roth das welke Blatt;
Grün der Epheu ranket an der Rinde glatt.

In des Lenzes Stunden grün mein Blatt auch prangt.
Nun es überwunden roth, am Zweig es rankt.

Unter Herbstes Kusse blüht des Laubes Roth;
Flammt im letzten Gruße ja das Abendroth.

Durch die Lüfte leise sich der Vogel schwingt;
Innig süße Weise in das Herz mir dringt.

Von der Liebe Glühen in des Frühlings Hain,
Von der Blümlein Kosen in dem Mondenschein.

Von der Säfte Streben in des Sommers Pracht,
Von des Herzens Flüstern in der lauen Nacht.

Frischer hauchen Lüfte, weh'n das Blatt herab,
Weichen Mooses Düfte betten ihm dein Grab.

Soll mein Herz einst ruhen, fällt mein Blatt einst ab,
Bettet dann mich leise in des Herbstes Grab.

Nicht wenn Frühlingslüfte meine Kron' umweh'n,
Soll im Hauch der Grüfte Leben untergeh'n.

Nicht wenn Sommerschwüle über'm Walde ruht --
In des Herbstes Kühle, da nur ruht sich's gut.

Text Authorship:

  • by Wilhelm Ruess (1814 - 1879), as Severus, "Herbst-Sonnabend", appears in Der Eidgenossen Heldentage

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by Wilhelm Ruess (1814 - 1879), as Severus
6. Dem Herrn sei Lob und Ehr'!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Dem Herrn sei Lob und Ehr'!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 6 (1896) [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Die Vöglein regen ihre Schwingen
   Im morgengoldnen Wolkenmeer
   Und ihre Sprache ist ihr Singen,
   Und aus den Lüften hör' ich's klingen:
   Dem Herrn sei Lob und Ehr'!

Und bunte Blumen seh' ich blühen,
   Umwogt von grünem Halmenmeer,
   Und ihre duft'gen Kelche glühen,
   Und ihre Sprache ist ihr Blühen:
   Dem Herrn sei Lob und Ehr'!

Und tausend goldne Sternlein wandern
   Bei Nacht auf dunklem Aethermeer,
   Und wie sie kommen, wie sie wandern,
   Spricht einer grüßend zu dem andern:
   Dem Herrn sei Lob und Ehr'!

Und finden sich verwandte Seelen
   Auf wechselvollem Lebensmeer,
   Die sich in Lieb' und Treu' vermählen,
   Wird auch der fromme Gruß nicht fehlen:
   Dem Herrn sei Lob und Ehr'!

Text Authorship:

  • by Julius Karl Reinhold Sturm (1816 - 1896), "Dem Herrn sei Lob und Ehr'"

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by Julius Karl Reinhold Sturm (1816 - 1896)
7. Des Schweizers Heimkehr
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Des Schweizers Heimkehr", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 7, published 1896, stanzas 1,2,1,3,1 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Und wiederum die reine Luft 
Von deinen Bergen athm' ich ein,
Und wiederum, o Schweizerland,
O süße Heimat, bist du mein!

Ein Alphorn klagt gedämpften Tons 
Herüber von dem Felsenhang,
Ein fernes Heerdenglöcklein klingt,
Und meine Seele wird Gesang.

Und wiederum die reine Luft 
Von deinen Bergen athm' ich ein,
Und wiederum, o Schweizerland,
O süße Heimat, bist du mein!

 ... 

In eine Aeolsharfe ist 
Verwandelt wieder mein Gemüth,
Darüber wie ein linder Hauch 
Der Zauber deiner Sagen zieht.

Und wiederum die reine Luft 
Von deinen Bergen athm' ich ein,
Und wiederum, o Schweizerland,
O süße Heimat, bist du mein!

 ... 

Text Authorship:

  • by Heinrich Leuthold (1827 - 1879), "Heimkehr", appears in Gedichte, in 4. Vaterländische Gedichte

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Note: the text above is taken from stanzas 1,2,1,3,1 of the original text.

by Heinrich Leuthold (1827 - 1879)
8. Das Glöcklein
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Das Glöcklein", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 8 (1896), stanzas 1,5,6 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Auf dem grünen Rasensitze,
  Hier am kleinen Wasserfall,
Hör' ich von des Thurmes Spitze,
  Eines Silberglöckleins Schall.

 ... 

Glöcklein gibt mir ernste Kunde,
  Ruft: der Tag hat sich geneigt;
Mir auch kommt die Abendstunde, 
  Da die Sonne niedersteigt.

Dann, o liebes Glöcklein, klinge,
  Freundlich mir zu Grabes Ruh' ;
Die befreite Seele schwinge
  Selig sich der Heimath zu.

Text Authorship:

  • by Gall Morel, Pater (1803 - 1872), "Das Glöcklein"

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Note: the text above is taken from stanzas 1,5,6 of the original text.

by Gall Morel, Pater (1803 - 1872)
9. Schweizerwappen
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Schweizerwappen", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 9, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Weisses Kreuz im roten Feld,
Bild das jedem wohlgefällt.
Hoch geehrt in allen Gauen,
Bis wo Jura's Berge blauen
Und des Rheines Welle fliesst,
Schweizerwappen, sei gegrüsst!

Nachts auf Grütli's stiller Flur,
Schwebt zu Gott ein heilger Schwur:
Fremdes Joch nicht zu ertragen,
Fremde Vögte zu verjagen,
Dort gelobten's kampfbereit 
Freie Männer mit dem Eid.

Kleinen Volks vereinte Kraft 
Hat mit Gott den Sieg verschafft;
Vor des weissen Kreuzes Zeichen 
Mussten grosse Heere weichen,
Heldenmut und Einigkeit
Hat von Feinden uns befreit.

Sei darum dies Wappenbild 
Je des Schweizers Ehrenschild!
An die Tugend tapfrer Ahnen
Soll es stets die Enkel mahnen,
Und sein Ruf an alle sei:
Eidgenossen bleibet treu!

Text Authorship:

  • by J.S. Moser

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by J.S. Moser
10. Rheinsehnsucht
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Rheinsehnsucht", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 10, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Am Rheine ist Leben, am Rheine ist Lust,
Da wallet vor Freude das Herz in der Brust!
Es perlet im Becher der Wein hier so klar,
Das Volk ist so bieder, so treu und so wahr:
   Es ziehet die Sehnsucht ins Herz mir hinein,
   Zu leben, zu sterben am brausenden Rhein.

Die Burgen, die Dome die sind mir so recht,
Sie sprechen vom alten, vom treuen Geschlecht!
Die Städte und Dörfer am lieblichen Strand,
Sie sind als die schönsten im Lande bekannt:
   Es ziehet die Sehnsucht ins Herz mir hinein,
   Zu leben, zu sterben am brausenden Rhein.

Es stehen die Berge in heiliger Pracht,
Als wollten sie selber hier halten die Wacht!
Und nahen uns Feinde mit frevelndem Mut,
So sollen sie zahlen mit Leben und Blut:
   Es ziehet die Sehnsucht ins Herz mir hinein,
   Zu leben, zu sterben am brausenden Rhein.

Am Rheine ist Leben, am Rheine ist Lust!
Wie schlägt uns vor Freude das Herz in der Brust!
Da liebt man die Freiheit so wahr und so treu,
Da reisst man die Fesseln der Knechtschaft entzwei:
   Es ziehet die Sehnsucht ins Herz mir hinein,
   Zu leben, zu sterben am brausenden Rhein.

Text Authorship:

  • by Lina Draht-Pless

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by Lina Draht-Pless
11. Abendgebet
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Abendgebet", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 11, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Horch, horch, der Abendglocke Ton!
Im Nachen kniet der Schiffer schon,
Ave Maria!
Durch's Spätrot hallt so weit und breit:
Gegrüsset seist du, o reine Maid!
Ave Maria!

Die Sonne sinkt, die Glocke klingt.
Sanft schwebt der Klang das Tal entlang.
Ave Maria!
Die Stund' ist dein, o Jungfrau rein:
Neig' dich uns mild, o heilig Bild!
Ave Maria!

The text shown is a variant of another text. [ View differences ]
It is based on

  • a text in German (Deutsch) by Emanuel Geibel (1815 - 1884), no title, appears in Die Loreley
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12. Ade!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Ade!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 12, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Aufs stille Tal sinkt dunkle Nacht,
Die letzte Frist, sie ist Vollbracht
Mit ihrem Trennungsleiden.
Kennst du das Lied, du alte Stadt: 
Dass man vom Liebsten, was man hat,
Muss scheiden? Ade! Ade!
Du alte Stadt, Ade!

Noch einmal wand're ich allein,
Begleitet nur vom Sternenschein,
Durch deine stummen Gassen.
Die mahnen mich ans sonn'ge Glück,
Das ich, kehrt nun der Tag zurück 
Muss lassen. Ade! Ade!
Du sonn'ges Glück, Ade!

Hier ist die Jugend mir erblüht,
Mein Herz in Wonne oft erglüht,
In frohem keckem Schwärmen.
Und rings der Berge stolze Pracht
Hat Trost in meiner Brust entfacht
Beim Härmen. Ade! Ade!
O Jugendzeit, Ade!

Text Authorship:

  • by Lionel Lambert

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by Lionel Lambert
13. Schlacht bei Murten
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Schlacht bei Murten", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 13, published 1896, stanzas 1,6-8,10-12,14,17 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Die Zeitung flog von Land zu Land,
Vor Murten liegt Burgund!
Und jeder eilt, fürs Vaterland 
Zu streiten mit Burgund.

 ... 

  Im weiten Kreise blitzt das Schwert,
Auslangt der lange Spieß;
Blut dürstete das breite Schwert,
Blut trank der lange Spieß.

  Der Wälsche kämpfte kurze Zeit,
Der Knecht und Ritter lief;
Das weite Feld war überstreut 
Mit Speeren Kniees tief.

  Der floh zum Strauch -- der floh zum Hain
Vorm hellen Sonnenlicht,
Viel sprangen in die See hinein,
Und dürsteten doch nicht.

 ... 

  Auf Schiffen fuhr man in den See,
Schlug sie mit Rudern todt.
Das Waidwort war nur Ach und Weh,
Die grüne See ward roth.

  Viel klommen auf die Bäume hoch,
Die schoß man wie die Krähn;
Die Fittich sehlten ihnen noch,
Sie mocht der Wind nicht wehn.

  Zwo Meilen lang bedeckte sich 
Das Land mit Tod und Blut,
Das Land, der Strauch, die Rose glich 
Dem schwarzen Menschenblut.

 ... 

  Ein Lager einem Marktplaß gleich 
Kam in der Schweizer Hand.
Karl machte schnell den Bettler reich,
Im armen Schweizerland.

 ... 

  Der hatte selbst die Hand am Schwert,
Der diesen Reim gemacht;
Bis Abends mäht er mit dem Schwert
Des Nachts sang er die Schlacht.

Text Authorship:

  • by (Georg Philip Ludwig) Leonhard Wächter (1762 - 1837), as Veit Weber, "Schlacht bei Murten"

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Note: the text above is taken from stanzas 1,6-8,10-12,14,17 of the original text.

by (Georg Philip Ludwig) Leonhard Wächter (1762 - 1837), as Veit Weber
14. Frühlingslied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Frühlingslied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 14, published 1896, stanzas 1-2 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wenn der Frühling auf die Berge steigt
 Und im Sonnenstrahl der Schnee zerfließt,
Wenn das erste Grün am Baum sich zeigt
 Und im Gras das erste Blümlein sprießt --
   Wenn vorbei im Thal
   Nun mit einemmal
 Alle Regenzeit und Winterqual,
   Schallt es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

Wenn am Gletscher heiß die Sonne leckt,
 Wenn die Quelle von den Bergen springt,
Alles rings mit jungem Grün sich deckt
 Und das Lustgetön der Wälder klingt --
   Lüfte lind und lau
   Würzt die grüne Au,
 Und der Himmel lacht so rein und blau,
   Schallt es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

 ... 

Text Authorship:

  • by Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892), no title, appears in Die Lieder des Mirza-Schaffy, in Zuléikha, no. 12

Based on:

  • a text in Azerbaijani (Azərbaycan dili) by Mirzə Şəfi Vazeh (1794 - 1852) [text unavailable]
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Note: the text above is taken from stanzas 1-2 of the original text.

Note: in Zöllner's setting, in stanza 1, line 11, when "Ist" is repeated, it becomes "Ist doch"

by Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892)
15. Wohl starb er treuen Tod
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Wohl starb er treuen Tod", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 15, published 1896, stanzas 1-6 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wir zogen mit einander
  Hornist und Musketier,
Vier Arme, wenn wir stritten,
Zwei Füße, wenn wir schritten,
  Ein Herz, wenn im Quartier.

Wir hielten fest zusammen,
  Was immer mochte sein;
So bald mein Horn sich rührte
Da focht und da marschirte 
Der Brave hinterdrein.

Bis auf das Feld von Lützen,
  Da traf die Kugel recht,
Da lag in seinem Blute 
Der treue und der gute,
  Der tapfre Landesknecht;

Und sprach: Daß Gott genade,
  Mir kommt die letzte Noth! 
Drum' deck' mich zu mit Rasen
Und thu' das Lied mir blasen:
  "Wohl starb er treuen Tod!"

Ich nahm ihn in die Arme,
  Die Augen schloß er sacht; --
Ob er, ob ich geschieden? --
Wir lagen Beid' in Frieden
  Und tief auf uns die Nacht.

Drauf deckt ich ihn mit Rasen,
  So wie er mir gebot,
Und blies mit hellen Zähren
Ihm übers Grab zu Ehren:
  "Wohl starb er treuen Tod."

 ... 

Text Authorship:

  • by Georg Scheurlin (1802 - 1872), "Treuer Tod", appears in Gedichte (1851), in Leben, first published 1851

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Note: the text above is taken from stanzas 1-6 of the original text.

by Georg Scheurlin (1802 - 1872)
16. Meeresstille
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Meeresstille", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 16, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Tiefe Stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sieht der Schiffer
Glatte Fläche rings umher.
Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich!
In der  ungeheuren  Weite
Reget keine Welle sich.

Text Authorship:

  • by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), first published 1795

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Note: The poem's title in the first edition (Schiller's Musenalmanach 1796) is "Meeresstille", from the second edition on (1800) it is "Meeres Stille".

by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
17. Abschied vom Vaterlande!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Abschied vom Vaterlande!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 17, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wir wandern aus dem Vaterland 
Wol über Berg und Thal.
So geht es immer weiter hin,
Da schaut zurück der trübe Sinn.
     Ade! Ade! Mein Heimatland, ade!

Zu manchem Dorf, zu mancher Stadt
Geleitet uns der Weg.
Ob Alles deutsche Worte spricht,
Die Heimath ist es immer nicht.
     Ade! Ade! Mein Heimatland, ade!

Doch wenn wir über'm Wasser sind,
Bei fremdem Volk allein,
Sind auch verschwunden Land und Leut',
Die unser armes Herz gefreut.
     Ade! Ade! Mein Heimatland, ade!

Wir sind nun einmal auf dem Weg,
Bald fährt das Schiff vom Land.
Es ist umsonst zurückzuseh'n,
Wir müssen, müssen weiter geh'n.
     Ade! Ade! Mein Heimatland, ade!

Text Authorship:

  • by Friedrich Marc (b. 1819), "Ade", appears in Gedichte, in Deutsche Auswandrung, in Erster Theil

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by Friedrich Marc (b. 1819)
18. Waldlied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Waldlied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 18, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Welche Lust, am frühen Tag
Tief im Waldesgrund zu lauschen!
Nah und fern das süße Rauschen,
Waldesduft und Amselschlag!
Wald, du grüner Freudensaal,
Sei gegrüßt viel tausendmal!

Was ich drauß' verloren hab',
Giebst du tausendfältig wieder;
Frischen Muth und neue Lieder 
Rauscht mir jeder Zweig herab.
Wald, du grüner Freudensaal,
Sei gegrüßt viel tausendmal!

Lieber Wald, nimm's freundlich an,
Daß ich dir von Herzen danke.
Ob auch alles weich' und wanke,
Treu bleibt dir der Sängersmann.
Wald, du grüner Freudensaal,
Sei gegrüßt viel tausendmal!

Text Authorship:

  • sometimes misattributed to Ferdinand Freiligrath (1810 - 1876)
  • by Carl Gärtner (1821 - 1875), "Waldlied", appears in Gedichte, in Lieder

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sometimes misattributed to Ferdinand Freiligrath (1810 - 1876) and by Carl Gärtner (1821 - 1875)
19. Sommermorgen
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Sommermorgen", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 19, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Zur Mette ruft der Glocke Ton,
  Im Wald die Vöglein singen;
Die junge Sonne nahet schon,
  Den Tag heraufzubringen.
O Morgenhauch, so frisch und rein, 
Dich athmen alle Blumen ein!

Der Brunnen rauscht voll Lebenssaft,
  Der Mäher wetzt das Eisen,
Die Lerche singt mit neuer Kraft
  In ätherblauen Kreisen --
Und mich ergreift es sanft und still,
Ich weiß nicht was es werden will.

Die Welt so groß und ich so klein!
  Mein Morgen längst vorüber!
Ich hoffte so beglückt zu sein,
  Nun wird es immer trüber.
Der jungen Tage Lenzesglück
Bringt uns kein Sommer mehr zurück.

Text Authorship:

  • by Gall Morel, Pater (1803 - 1872), "Sommermorgen", appears in Gedichte. Zweite Sammlung, in Vermischte Gedichte

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Confirmed with Gedichte von Pater Gall Morel. Zweite Sammlung, Einsiedeln und New York: Druck und Verlag von Gebr. Karl und Nikolaus Benziger, 1859, page 226.


by Gall Morel, Pater (1803 - 1872)
20. Auf der Alm
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Auf der Alm", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 20, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Hörst du den Jodler hoch auf der Alm,
Frei von der Städte stäubendem Qualm?
Hoch, wo die Lüfte, die reineren, when
Aufwärts, nur aufwärts treibt's uns zu geh'n. 
Hallioh, hallioh, hallioh, jo-ho!

Zaget nicht, feste schreitet vorbei!
Blickt in den Abgrund frei ohne Scheu!
Frisch über Felder von Eis und von Schnee,
Bis auf dem felsigen Gipfel ich steh'.
Hallioh, hallioh, hallioh, jo-ho!

Wogen der Wolken silberne Flut 
Teilet der Sonne blitzende Glut,
Tief uns zu Füssen, da zieht durch das Land 
Prächtiger Ströme schimmerndes Band.
Hallioh, hallioh, hallioh, jo-ho!

Blinkende Dörfer, bläuliche Seen,
Und von den Weiden Glockengetön.
Prangende Blumen auf felsiger Au,
Droben des Himmels tiefdunkles Blau!
Hallioh, hallioh, hallioh, jo-ho!

Drüben der Alpen zackiger Kranz 
Schimmert in reinem schneeweissem Glanz.
Über den Bergen da herrschet kein Tron:
Frei ist die Heimat, frei ist ihr Sohn!
Hallioh, hallioh, hallioh, jo-ho!

Text Authorship:

  • by Albert Heim (1849 - 1937)

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by Albert Heim (1849 - 1937)
21. Das Vaterland
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Das Vaterland", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 21, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wo geht der Weg zum freien Land?
Vorbei an steiler Felsenwand,
Wo sich der Aar zum Himmel hebt 
Und über blauen Tiefen schwebt!
Die Heerde graset still empor,
Der Strom schäumt durch's granit’ne Thor:
O sei gegrüßt, mein Vaterland,
Vom Rhein bis an den Rhonestrand!

Wohin, wohin, du Menschenkind, 
Im Sommerwehen süß und lind?
Steig' auf zum grünen Alpenhang,
Ist dir da unten schwer und bang!
Dort breitet sich die Freiheit aus,
Dort steht ihr erstes Mutterhaus;
Die Firnen glühen, Brand an Brand, --
Wie bist du schön, mein Vaterland!

Der ew'gen Jugend Rosenschein,
Wie leuchtest du so frisch herein
Und hebst die Seele aus dem Thal
Und küssest sie im Abendstrahl!
O lod're, freier Mannesmuth,
Glüh' auf, wie unsre Alpenglut,
Und sei geschirmt, o Vaterland,
Durch deiner Söhne starke Hand!

Text Authorship:

  • by Robert Weber (1824 - 1896), "Das Vaterland"

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by Robert Weber (1824 - 1896)
22. Ich zog wohl durch die Lande
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Ich zog wohl durch die Lande", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 22, published 1896, stanzas 1-3 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Ich zog wohl durch die Lande 
Zur schönen Sommerzeit, 
Und schaute Gottes Wunder 
So herrlich weit und breit; 
  Wie's Vöglein mußt' ich singen 
In meinem hellen Muth: 
O Wandern, Wandern, Wandern, 
Wie machst du Alles gut!  

  Auf Bergeshöhn den Winden 
Gab hin ich jedes Weh, 
Ließ es hinuntersinken 
Tief in den blauen See; 
  Doch sieh, wie bald ein Sehnen 
Zog in die Brust mit Macht,
O Heimath, liebe Heimath, 
Dein dacht' ich Tag und Nacht!  

  Und ohne Rast und Ruhe 
Bin heimwärts ich gewallt, 
Vor meiner trauten Hütte 
Stand ich in Freuden bald; 
  Und als ich ruhte drinnen, 
Ein müder Wandrer, aus,
Wie ward so wohl, so selig 
Mir in dem stillen Haus! --

 ... 

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Heimkehr", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 135

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Note: the text above is taken from stanzas 1-3 of the original text.

by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891)
23. Mein Ländchen
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Mein Ländchen", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 23, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Im Ländchen, da ich wohne, 
Steigt himmelhoch die Firn; 
Mit einer Silberkrone 
Ist blank geziert die Stirn! 
Es ist so schön, es ist so hehr, 
Mein Ländchen lass' ich nimmermehr!  

Im Ländchen, da ich wohne, 
Die Freiheit ist zu Haus; 
Sie winkt vom Felsenthrone 
Weit in die Welt hinaus!  
Hier bin ich froh, hier weil' ich gern, 
Hier strahlet mir mein guter Stern!  

Das Ländchen, da ich wohne,
Soll mir so eigen sein 
Als wie dem Schweizersohne 
Sein trautes Mütterlein! 
Es ist so traut, es ist so gut; 
Ich opf're ihm mein Herz und Blut!

Text Authorship:

  • by Emil Zschokke (1808 - 1889), "Mein Ländchen"

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Confirmed with Schweizerische Nationalbibliothek, vierzehntes Bändchen, ed. by Robert Weber, Aarau: H. R. Sauerländer, 1886, pages 27 - 28. Appears in III. 4. Emil Zschokke.


by Emil Zschokke (1808 - 1889)
24. Heimweh
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Heimweh", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 24, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Sterne! die ihr niederschaut 
Fern auch auf den grünen See, 
Euch dort oben sei vertraut 
In der Fremde hier mein Weh! 
  Mächtig wohl erbraust das Meer, 
Doch die Firnen seh' ich nicht, 
Die so hold, ach! und so hehr 
Schimmerten im Abendlicht!

  Winde! die vom Heimathland 
Ihr so frisch herüberweht, 
Euch, am schönen, üppgen Strand, 
Sei's geklagt, wie's mir ergeht! 
  Reicher wohl blüht Alles hier, 
Doch die Matten seh' ich nicht, 
Strahlend wie mit goldner Zier 
Traut im letzten Abendlicht! 

  Vögel! die ihr heimwärts fliegt, 
Hört, o höret meinen Gruß! 
Wenn ihr fern im Tann euch wiegt, 
Klagt's ihm, was ich leiden muß! 
  Ach! den grünen, grünen Wald 
Meiner Heimath seh' ich nicht, 
Und mein Seufzer nur verhallt 
Wehmuthsvoll im Abendlicht! 

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Heimweh", appears in Liederbuch, in 4. Vaterlandslieder, no. 307

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Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 276-277.


by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891)
25. Meine Berge ‑‑ meine Wälder
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Meine Berge -- meine Wälder", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 25, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Ihr meine Berge, meine Wälder,
Wie seid ihr doch so hehr, so schön!
Ja, kühner schlägt mein Herz doch wieder
Auf euren freien, stolzen Höh'n!

Wenn unter mir die grünen Forsten,
Die Tiefe noch im Schlummer liegt,
Da hat sich dort im blauen Aether
Der stolze Adler längst gewiegt.

Und über sonnbeglänzten Schluchten,
Wie rauscht die Quelle doch so traut,
An deren Fuss der Hirtenknabe
Hell singend in die Täler schaut.

Und über allem liegt ein Frieden
Und über Allen liegt die Lust,
So dass dein Blick bald Frühling glänzet
Und auch du hell aufjauchzen musst.

Text Authorship:

  • by Gotthold Roman

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by Gotthold Roman
26. Heimatgedenken
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Heimatgedenken", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 26, published 1896, lines 1-4,11-12,9-10,7-8,11-12 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Wenn die Sonne hinterm Berg sich neigt,
Und der Rauch aus dem Dörflein steigt,
Wenn im Wiesenthal junge Bleicherinnen
Singend wandeln mit den weißen Linnen;
 ... 
O dann allemal, an mein stilles, stilles Tal,
An die Heimat denk' ich allemal!
Wenn der Mond steigt aus der dunklen Au,
Langsam schwimmt durch des Himmels Blau:
Wenn der Abendwind flüstert durch die Buchen
Und die Vöglein ihre ihre Nester suchen, --
 ... 
O dann allemal, an mein stilles, stilles Tal,
An die Heimat denk' ich allemal!

Text Authorship:

  • by August Becker (1828 - 1891), no title, appears in Jung Friedel der Spielmann: ein lyrisch-episches Gedicht aus dem deutschen Volksleben des sechzehnten Jahrhunderts, in Spielmanns Wanderlieder, no. 4, first published 1854

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Note: the text above is taken from lines 1-4,11-12,9-10,7-8,11-12 of the original text.

by August Becker (1828 - 1891)
27. Abschied vom Walde
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Abschied vom Walde", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 27, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Ew'ge Quelle reinster Freuden,
Mild vom Zauberlicht durchwallt, 
Lebe wohl, wir müssen scheiden,
Lebe wohl, du schöner Wald!

Freundlich in des Tages Schwüle 
Winkest du dem Müden zu,
Und auf duft'gem Blumenpfühle
Wiegst du ihn in süsse Ruh'.

Schirme Gott dir deinen Frieden, 
Deine Schöne, grüner Wald!
Wenn auch längst von dir geschieden,
Denk' ich dein, du schöner Wald!

Text Authorship:

  • by Johann Heinrich Julius Frauenstein (1815 - 1880)

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by Johann Heinrich Julius Frauenstein (1815 - 1880)
28. Morgenwanderung
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Morgenwanderung", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 28, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wie blitzt so hell im Morgenstrahl
Und lacht mich an das grüne Thal,
Und winkt mir durch's Gesträuch der Bach:
Heraus, heraus! und wall mir nach!
  Heraus, heraus! durch Feld und Wald!
  Der Maien ist vorbei gar bald!

Wie schmettern, horch! die Vögel all
Und rufen mir mit Sang und Schall,
Und winken in der blauen Luft
Die Blüthenzweige voller Duft:
  Heraus, heraus! durch Feld und Wald!
  Der Maien ist vorbei gar bald! 

Grüß Gott, grüß Gott! da bin ich schon
Und jauchze drein mit frischem Ton!
Nur nicht so trotzig, wilder Bach!
Was gilt's, was gilt's?  ich komme nach!
  Ja sing dir zu vom Felsen bald,
  Daß weit es klingt durch Feld und Wald!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Morgenwanderung", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 71

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by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891)
29. In der Fremde
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "In der Fremde", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 29 [ ssa chorus ], 1896 Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Dein gedenk' ich, heiss verlangend,
Ferne Schweiz, mein Vaterland!
All mein Sinnen frommt mir nicht,
Denn trüb und bangend 
Weil' ich an dem fernen Strand.

Dein gedenk' ich, wunderschöne, 
Wilde, stolze Alpenwelt! 
Und dann klingt es durch mein Herz 
Wie Glockentöne, 
Bis ein Tränlein heimlich fällt.

Euer denk' ich, Grabeshügel,
Kühl und reich an stillem Glück!
Was das Leben? Lug und Trug!
O hätt' ich Flügel!
In mein Tal flög ich zurück!

Text Authorship:

  • by Johannes Stauffacher (1850 - 1916)

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by Johannes Stauffacher (1850 - 1916)
30. Heimweh
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Heimweh", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 30, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Noch einmal dich wiederschauen 
Möcht' ich, trautes Heimathland 
Mit den segensreichen Auen 
Zwischen Bach und Bergeswand,
Möcht' noch einmal mich ergehen 
Auf den waldbekränzten Höhen.

Hätt' ich doch des Vogels Flügel 
Zu dem heimwehkranken Sinn,
Über Seen, über Hügel
Trüg' mich meine Sehnsucht hin,
Bis ein Lied voll Heimathklänge 
Wieder mir zum Herzen dränge.

Fand' ich dann noch Herzen offen,
Die sich sehnten nach mir bang,
Nichts mehr wünschen, nichts mehr hoffen
Wollt' ich all mein Leben lang;
Hör', o Himmel, hör' mein Flehen,
Laß mich bald die Heimath sehen.

Text Authorship:

  • by Max Leopold Moltke (1819 - 1894), "Eingelegt in Bäuerle's "Aline" für die Aufführung in Kronstadt", appears in Neuere Gedichte, in 2. Tag- und Nachtfalter

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by Max Leopold Moltke (1819 - 1894)
31. Wanderlied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Wanderlied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 31, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Mich lockt der Süd, mich lockt der Nord,
Wo mag es schöner sein?
Nur erst aus meinem Dörfchen fort,
Frisch in die Welt hinein!
Die Schwalbe zwitschert: Her, komm her!
Die Wolken winken: komm’
Und ziehen fort zum fernen Meer 
Wohl über Berg und Strom.

Drum, Mutter, pack mir's Ränzel glatt
Und hol' den Wanderstab,
Den mir der Vater, wandersmatt, 
Zum Angedenken gab.
Schlag' dir das Grämen aus dem Sinn, 
Mach' mir das Herz nicht bang,
Zwei Jährchen schwinden rasch dahin,
Zwei Jährchen sind nicht lang.

Ich lass' dich, Mutter, nicht allein
Verlassen hier zurück,
Die Hoffnung, die soll bei dir sein
Mit ihrem Trostesblick.
Der Frohsinn, dieser Springinsfeld,
Der, Mutter, zieht mit mir
Führt mich hinaus in fremde Welt
Und bringt mich wieder dir.

Text Authorship:

  • by Heinrich Koch

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by Heinrich Koch
32. Morgenlied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Morgenlied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 32, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Die Sterne sind erblichen
Mit ihrem gold'nen Schein.
Bald ist die Nacht entwichen,
Der Morgen dringt herein.

Noch waltet tiefes Schweigen
Im Thal und überall;
Auf frischbethauten Zweigen
Singt nur die Nachtigall.

Sie singet Lob und Ehre
Dem hohen Herrn der Welt,
Der überm Land und Meere
Die Hand des Segens hält.

Er hat die Nacht vertrieben:
Ihr Kindlein, fürchtet nichts,
Stets kommt zu seinen Lieben
Der Vater alles Lichts.

Text Authorship:

  • by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Morgenlied", written 1826, appears in Lyrische Gedichte, in Kinderleben, in Die vier Jahreszeiten, in 2. Der Sommer, no. 1

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by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
33. Sehnsucht nach dem Rhein
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Sehnsucht nach dem Rhein", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 33, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wenn mich ereilt des Menschen Los,
Zu ruhen in der Erde Schoss,
Dann bringt den dunkeln Totenschrein
In meine Heimat an den Rhein.

Gewährt mir, was mein Herz begehrt:
Begrabt mich nicht in fremder Erd',
Räumt mir ein stilles Plätzchen ein
In meiner Heimat dort am Rhein.

Lasst tönen mir als letzter Sang
Der teuren Heimat Glockenklang,
Dann schlaf' ich sanft am grünen Rhein
Und leicht wird mir die Erde sein.

Text Authorship:

  • by Philipp Weber

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by Philipp Weber
34. Flieg' sanft dahin, mein leichter Nachen!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Flieg' sanft dahin, mein leichter Nachen!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 34, published 1896, stanzas 1,2,4 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Lichtblaue Flut, die du beweglich
An blühende Gestade schlägst, 
Und mich auf deinem Spiegel täglich 
In leichtbeschwingtem Kahne trägst, 
Gern seh' ich deine Ufer lachen 
Und athme deine Kühlung ein --
   Flieg' sanft dahin, mein leichter Nachen!
   Die Luft ist klar, der Himmel rein.

Beschwingte Morgenwinde hauchen 
Mein Segel an zu rascherm Lauf, 
Vor meinem trunknen Auge tauchen 
Stets neue, schön're Küsten auf.
Gemäuer krönt den Fels, den jachen, 
Um sanfte Hügel laubt der Wein --
   Flieg' sanft dahin, mein leichter Nachen!
   Die Luft ist klar, der Himmel rein.

 ... 

Und du, o Stadt im Prachtgeschmeide, 
Wie schau' ich, Mutter, stolz dich an!
Dich haben mit dem reichsten Kleide 
Natur und Freiheit angethan. 
Mag über dir der Himmel wachen! 
Dein Glück soll stets das meine sein. --
   Flieg' sanft dahin, mein leichter Nachen!
   Die Luft ist klar, der Himmel rein.

Text Authorship:

  • Singable translation by Heinrich Leuthold (1827 - 1879), "Der Genfersee", appears in Fünf Bücher französischer Lyrik vom Zeitalter der Revolution bis auf unsere Tage in Übersetzungen von Emanuel Geibel und Heinrich Leuthold

Based on:

  • a text in French (Français) by Jean Antoine Petit-Senn (1792 - 1870) [text unavailable]
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Note: the text above is taken from stanzas 1,2,4 of the original text.

Singable translation by Heinrich Leuthold (1827 - 1879)
35. Mütterleins letztes Wort
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Mütterleins letztes Wort", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 35, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Ein teures Kleinod nenn' ich mein.
Ich hab's von meinem Mütterlein.
Es ist ihr letztes, letztes Scheidewort 
Und mahnt mich lächelnd fort und fort:
   "Bewahre nur in Leid und Lust
   Den Frieden in deiner Brust."

Wenn schmeichelnd mich, geheim und still,
Die Lust der Welt besiegen will,
Es gibt mir dann Frieden, Ruh' und Glück
Der Mutter letztes Wort zurück:
   "Bewahre nur in Leid und Lust
   Den Frieden in deiner Brust."

Ob mir auch schwer das Schicksal grollt,
Und mir versagt was ich gewollt,
Es beugt mich nicht der herbste Schlag,
So lang ich's noch im Herzen trag':
   "Bewahre nur in Leid und Lust
   Den Frieden in deiner Brust."

Text Authorship:

  • by J. Niord

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by J. Niord
36. Ostern
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Ostern", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 36, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Ostergeläut!
Horch, Osterfreud!
Winter vorbei,
Bald naht der Mai,
Blumen erstehn,
Stürme verwehn.
Winter ist todt,
Fort ist die Noth!
Christ ist erstanden 
frei von den Banden
Halleluja!
Ostern ist da!

Freude und Lust 
Dring aus der Brust!
Fröhliches Herz 
Schlag himmelwärts;
Bring Preis und Dank,
Winter war lang.
Viel' holt der Tod --
In grosser Noth;
Gott hat das Leben
Uns noch gegeben,
Halleluja!
Ostern ist da!

O Herr und Gott,
Schützer in Noth!
Du unser Trost,
Wenn der Sturm tost,
Gönn'  uns die Freud:
Ostergeläut!
Dringt es ans Ohr,
Ruft laut im Chor: 
Christ ist erstanden 
frei von den Banden
Halleluja!
Ostern ist da!

Text Authorship:

  • by Marianne Eggersberg (1852 - 1938), "Ostern"

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by Marianne Eggersberg (1852 - 1938)
37. Vaterlandsgesang
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Vaterlandsgesang", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 37, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Es lebt ein Gott! Die Stürme brausen,
Die Eiche kracht im Wetterschein,
Den Wandrer hüllet Nacht und Grausen,
Er traut auf Gott und lächelt drein.
Das Böse will sich frech gebahren,
Das Heil'ge ward der Hölle Spott: --
Wir trotzen muthig den Gefahren,
Im Glauben fest: "Es lebt ein Gott!"

Frei ist der Mensch! Tyrannenketten 
Sind Fäden, die ein Hauch verweht,
Wenn aus der Knechtschaft sich zu retten 
Im Sturm ein kühnes Volk ersteht.
Der Kämpferbund ist fest beschworen,
Den trennt nicht Macht, nicht List noch Tod.
Das Licht wird aus der Nacht geboren,
Aus Blut der Freiheit Morgenroth!

Für's Vaterland! O süße Töne,
Ihr heiligt Herz und Sinn und Mund.
Für's Vaterland sind starke Söhne 
Ein hochgeweihter Heldenbund.
Laßt lodern eure Flammenzeichen,
Wenn brecht ihr, schlaue Feinde, los,
Wir betten uns auf eure Leichen! --
Ein Grab in Vaterlandes Schoss!

Text Authorship:

  • by Johann Christoph Biernatzki (1795 - 1840), "Vaterlandsgesang"

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by Johann Christoph Biernatzki (1795 - 1840)
38. Des Simmentalers Buben Heimweh
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Des Simmentalers Buben Heimweh", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 38, published 1896 [ sa chorus with optional piano ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Als ich ein Hirtenbube noch war,
Auf Simmenthals Alpen, so grün, juchhei, tralali, holihu!
Mit krausen Haaren und Augen klar,
Mocht' gern ich die Halden durchzieh'n, juchhei, tralali, holihu!
Wie sangen im nahen, im duftigen Wald,
Die Vöglein so lieblich,so schön!
Bald Kukuksrufen und Amselschlag bald,
Durchwoben mit Glockengetön.

Dazu mein Jodeln: Juchhei, Juchhei,
Juchhei, tralali holihu! 
Das war ein Singen, so frisch und so frei;
Die Kühe, sie horchten mir zu, juchhei, tralali, holihu!
Sie kannten die Stimme, sie kannten mein Lied,
Es kannten's die Vöglein im Tann. --
O weh, daß ich fort aus dem Simmenthal schied,
Aus der Alpen heimischem Bann!

Schon längst ist die Zeit nun, die schöne vorbei,
Verklungen der Vögelein Sang, juchhei, tralali, holihu! 
Verklungen mein Lied -- nur im lustigen Mai 
Des Lebens mein Jodeln erklang, juchhei, tralali, holihu!
Und doch, noch hör' ich im Stillen -- zumal,
Sehn' ich den Bergen mich zu --
Erklingen im Herzen, erklingen im Thal 
Mein alt Tralali holihu!

Text Authorship:

  • by Samuel Haberstich (1821 - 1872), as Arthur Ritter, "Des Simmenthalers Buben Heimweh"

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by Samuel Haberstich (1821 - 1872), as Arthur Ritter
39. Sonntagsfrühe!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Sonntagsfrühe!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 39, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Aus den Thälern hör' ich schallen
Glockentöne, Festgesänge, 
Helle Sonnenblicke fallen
Durch die dunklen Buchengänge;
Himmel ist von Glanz umflossen,
Heil'ger Friede rings ergossen.

  Durch die Felder still beglücket
Wallen Pilger allerwegen;
Frohen Kindern gleich geschmücket,
Gehn dem Vater sie entgegen,
Der auf goldner Saaten Wogen
Segnend kommt durch's Land gezogen.

  Wie so still die Bäche gleiten,
Wie so leicht die Blumen blinken!
Und aus längst entschwund'nen Zeiten
Zieht ein Grüßen her, ein Winken.
Wie ein Kindlein muß ich fühlen, 
Wie ein Kindlein muß ich spielen

Text Authorship:

  • by Robert Reinick (1805 - 1852), "Sonntagsfrühe", appears in Lieder vom Maler, in 1. Stimmungen und Gestalten, first published 1844

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by Robert Reinick (1805 - 1852)
40. Weihnachtslied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Weihnachtslied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 40, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Vor Dir Du holdes Himmelskind,
Dem Gottes Engel dienstbar sind,
  Fall' ich anbetend nieder --
Und freue mit Maria mich,
Und preise mit den Engeln Dich,
  Und singe Jubellieder!

Du, Du bist aller Menschen Heil;
Dich lieben -- ist der beste Theil,
  Du Liebe ohne Gleichen!
Zwar spricht noch Deine Lippe nicht,
Doch sagt Dein mildes Angesicht 
  Dem Armen wie dem Reichen:

"O sei getrost in jeder Noth,
Denn sieh', den liebsten Sohn hat Gott
  Zum Heiland dir gegeben!
Auf Ihn vertrau' und fasse Muth,
Was schlimm ist, macht Er wieder gut;
  Er liebt dich wie sein Leben." 

"Und kommt ein armes Kind in Noth 
Vor deine Thür', sag' nicht: Helf Gott!
  Wollst seiner dich erbarmen!
Fühlst du für Gottes Liebe Dank,
Laß liebreich es bei Speis' und Trank 
  An deinem Herd' erwärmen."

Text Authorship:

  • possibly by Christoph von Schmid (1768 - 1854), no title

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Note: The text is attributed to Wilhelm Ruess on the Kamm score.

possibly by Christoph von Schmid (1768 - 1854)
41. Neujahrslied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Neujahrslied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 41, published 1896, stanzas 1-4 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
   Mit der Freude zieht der Schmerz
Traulich durch die Zeiten,
Schwere Stürme, milde Weste,
Bange Sorgen, frohe Feste
Wandeln sich zur Seiten.

   Und wo manche Thräne fällt,
Blüht auch manche Rose,
Schon gemischt, noch eh' wir's bitten,
Ist für Thronen und für Hütten
Schmerz und Lust im Loose.

   War's nicht so im alten Jahr?
Wird's im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken geh'n und kommen wieder,
Und kein Mensch wird's wenden.

   Gebe denn, der über uns
Wägt mit ernster Waage,
Jedem Sinn für seine Freuden,
Jedem Mut für seine Leiden,
In die neuen Tage.

 ... 

Text Authorship:

  • by Johann Peter Hebel (1760 - 1826), "Neujahrslied"

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Note: the text above is taken from stanzas 1-4 of the original text.

by Johann Peter Hebel (1760 - 1826)
42. Die Braut
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Die Braut", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 42, published 1896, stanzas 2,3,5,7-9 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
 ... 

Als ich am kühlen Seeesstrand 
In stiller Andacht lauschte,
Wie über mir am Felsenrand 
Des Haines Schatten rauschte:

Da sah ich Dich im Eichenkranz 
Auf morgenrothen Hügeln,
Sah in der Sonne hellem Glanz 
Dein Bild im Strome spiegeln.

 ... 

Mein Vaterland, Du bist die Braut,
So herrlich anzuschauen!
Dir bin ich ewig angetraut 
In Lust und Todesgrauen.

 ... 

Und dort am kühlen Seeesstrand
Erschienst Du mir auf's Neue,
Da schwör'  ich Dir mit Herz und Hand 
Den Schwur der ew'gen Treue.

Dir bleib ich nah, Dir bleib ich fern 
Unwandelbar ergeben, 
Dir leb ich ganz, Dir sterb ich gern,
Dir dank ich ja das Leben. 

Dir dank ich einst, mein Vaterland,
Wenn Freiheitsflammen werben,
Den süßen Tod am freien Strand 
In Deinem Arm zu sterben.

Text Authorship:

  • by Johann Christoph Biernatzki (1795 - 1840), "Die Braut"

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Note: the text above is taken from stanzas 2,3,5,7-9 of the original text.

by Johann Christoph Biernatzki (1795 - 1840)
43. Gottes schöne Welt
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Gottes schöne Welt", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 43, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wie ist doch die Erde so schön, so schön!
Das wissen die Vögelein:
Sie heben ihr leicht' Gefieder,
Und singen so fröhliche Lieder
In den blauen Himmel hinein.

Wie ist doch die Erde so schön, so schön!
Das wissen die Flüss' und Seen:
Sie malen im klaren Spiegel
Die Gärten und Städt' und Hügel,
Und die Wolken, die drüber geh'n!

Und Sänger und Maler, die wissen es,
Und es wissen's viel and're Leut'!
Und wer's nicht malt, der singt es,
Und wer's nicht singt, dem klingt es
In dem Herzen vor lauter Freud'!

Text Authorship:

  • by Robert Reinick (1805 - 1852), no title, appears in Lieder vom Maler, in 2. Frühling und Liebe, first published 1844

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by Robert Reinick (1805 - 1852)
44. Lenz
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Lenz", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 44, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Horch, hörest du nicht, wie der Märzwind hinbraust,
Vom Berge das Wasser des Gießbaches saust?
Die Sonne des Frühlings ist wieder erwacht,
Der Lenz stürmt herein mit jungfrischer Macht 
Und jaget hinaus den frostigen Feind:
"Mein Herz, thu' dich auf, daß die Sonne drein scheint!"

Nun lasse den Gram und die Sorgen entflieh'n,
Wenn kosende Lüfte des Frühlings einzieh'n!
Wie schmilzt vor dem sonnigen Hauche der Schnee,
So wehen sie weg all' mein Sehnen und Weh' 
Und bringen den Frieden, mit Lust froh vereint:
"Du hast ja genug jetzt geklagt und geweint!”

Besieget der Frühling den Winter denn nicht,
Mit rosigem Scheine, mit strahlendem Licht? --
Und wie er ein wonniges Leben entfacht --
So schau' doch der Fluren bezaubernde Pracht,
Und immer erweckt er, und nimmer er ruht:
"Faß wiederum Mut o du jungfrisches Blut!"

O lausche dem Vogelsang hoch in der Luft, 
O atme der Blüten berauschenden Duft;
Der Lenzschein hat wieder die Erde verjüngt,
Ohn' Ende es jubelt und schwirret und singt 
Und öffnet sich jauchzend der wärmenden Glut:
"Mein Herz, thu' dich auf, denn die Sonne meint's gut."

Text Authorship:

  • by Karl Klotz , "Lenz"

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by Karl Klotz
45. Rückerinnerung
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Rückerinnerung", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 45, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Es steht eine mächtige Linde,
Wie ragen die Äste so weit:
Und all' ihre Blätter, sie flüstern
Von der alten, schönen Zeit.

Es rauschet dabei eine Quelle,
Vor grauen Jahren geweiht,
Und all' ihre Wellen, sie rauschen
Von der alten, schönen Zeit.

Der Hoffnung fröhliche Bilder 
Sind immer in meinem Geleit,
So will ich hier ruhen und träumen
Von der alten, schönen Zeit.

Text Authorship:

  • by Auguste Kurs, née Rosenberg (1815 - 1892)

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by Auguste Kurs, née Rosenberg (1815 - 1892)
46. Morgenlied auf dem Berge
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Morgenlied auf dem Berge", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 46, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Die Sonn' hat mich gewecket
Mit ihrem ersten Strahl,
Von Nebel überdecket
Liegt noch das weite Thal.
Wachet auf, wachet auf! 
Frühling ist draußen, 
In sprudelndem Lauf 
Die Bäche brausen! 
Wachet auf! Wachet auf!
Und thürmten die Wolken sich ohne Zahl, 
Der Nebel zerreißt vor der Sonne Strahl! 
Wachet auf! Wachet auf! 
Frühling ist draußen! 
Wachet auf! Wachet auf!

Die ihr da unten träumet, 
Verschlaft die Stunde nicht, 
Die Welt steht schon umsäumet 
Vom freien Morgenlicht.
Wachet auf! Wachet auf! 
Frühling ist draußen! 
In sprudelndem Lauf 
Die Bäche brausen!
Wachet auf! Wachet auf!
Wer das junge, das blühende Leben veracht', 
Vermodre im Dunkel der alten Nacht! 
Wachet auf! Wachet auf! 
Frühling ist draußen! 
Wachet auf! Wachet auf!

Text Authorship:

  • by Otto Roquette (1824 - 1896), no title, appears in Waldmeisters Brautfahrt: ein Rhein-, Wein- und Wandermärchen, in 5. Prinzessin Rebenblüthe

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by Otto Roquette (1824 - 1896)
47. Alpenleben
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Alpenleben", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 47, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Dort hoch auf den Alpen da ist meine Welt,
Da wo's mir am besten auf Erden gefällt:
Da duften die Kräuter, da murmelt der Quell,
Da klingen die Glöcklein so lustig und hell,
     Holihiaoh, johoh!

Da schau' ich die Dörfer in Nebel und Rauch,
Und athme der Bergluft erquickenden Hauch;
Da weiß ich von keinem Gelärm' und Geschrei,
Da spiel' ich 'nen Ländler auf meiner Schalmei,
     Holihiaoh, johoh!

Und treibt mich der Winter hinunter ins Thal,
Dann denk' ich: der Sommer kommt wieder einmal!
Der Sommer der bringt mir die Alpen zurück:
Da droben ist Alles, mein Leben, mein Glück,
     Holihiaoh, johoh!

Text Authorship:

  • by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Der Alpenhirt", written 1848, appears in Kinderlieder

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by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
48. Herbstlied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Herbstlied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 48, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Des Herbstes Fäden weben 
Durch's Feld wie weisser Duft,
Die muntern Schwalben schweben
In hehrer, blauer Luft,
Sie üben dei Flügel zur fröhlichen Reise,
Denn über die Hügel, da säuselt es leise:
  "Lieb' Vöglein mein, lieb' Vöglein mein,
  Der Winter zieht ins Land herein."

Die Heerden von der Weide 
Geh'n heim zur Winterruh',
Die Blümlein auf der Haide
Tun ihre Äuglein zu,
Es wehen und steicheln die spielenden Winde,
Und wiegen und schmeicheln und küssen sie linde:
  "Lieb' Blümlein mein, lieb' Blümlein mein,
  Der böse Winter kommt, schlaft ein."

Text Authorship:

  • by Gustav Rasmus (1817 - 1900)

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by Gustav Rasmus (1817 - 1900)
49. Neuer Frühling
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Neuer Frühling", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 49, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Neuer Frühling ist gekommen,
Neues Laub und Sonnenschein,
Jedes Ohr hat ihn vernommen,
Jedes Auge saugt ihn ein.
Und das ist ein Blühn und Sprießen,
Waldesduften, Quellenfließen,
Und die Brust wird wieder weit,
Frühling, Frühling, goldne Zeit!

Von dem Felsen in die Weite
Fliege hin, mein Frühlingssang,
Über Ströme und Gebreite,
Durch Gebirg und Blüthenhang!
Darf nicht wandern, muß ja bleiben,
Ob's mich ziehn auch will und treiben,
Doch so weit der Himmel blaut
Singen, singen will ich laut!

Wie die Welt auch wechselnd gehe,
Wie das Schicksal auch mich treibt,
Komme Glück und komme Wehe,
Fest doch weiß ich was mir bleibt:
Fester Mut der freien Seele
Und die freudge Liederkehle,
Lebenslust und Lebensdrang,
Goldnes Leben im Gesang!

Text Authorship:

  • by Otto Roquette (1824 - 1896), "Neuer Frühling", appears in Jugendlieder

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Note: in many older editions, the spelling of the capitalized word "über" becomes "Ueber", but this is often due to the printing process and not to rules of orthography; so since the lower-case version is not "ueber", we use "Über".

by Otto Roquette (1824 - 1896)
50. Zu Strassburg auf der langen Brück'
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Zu Strassburg auf der langen Brück'", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 50, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Zu Straßburg auf der langen Brück',
  Da stand ich eines Tag's,
Nach Süden wandt' ich meinen Blick,
  In grauem Nebel lag's.

Da dacht' ich mir: dahinter liegt,
  In wunderbarem Reiz
Mit seinen Alpen, seinen Höh'n,
Dein Heimatland – die Schweiz.

Und wie ich's dachte, wie ich's sann,
  Da zog ein Knab' vorbei,
Der blies in's traute Alpenhorn
  Der Heimat Melodei.

Da ward mir's kalt, da ward mir's warm,
  Rasch sprang ich in die Flut.
Den Rhein hinauf mit starkem Arm
  Schwamm ich mit frischem Muth.

O hätt'  mich nicht der Sergeant geseh'n,
  da hätt' es keine Noth.
Jetzt haben sie mich eingebracht,
  Und schießen heut' mich todt.

O liebe Herren, glaubt mir dieß,
  Mich zog ein süßer Ton:
Der Knabe, der das Alphorn blies,
  Der trägt die Schuld davon.

Nun führt hinaus mich vor das Thor
  Und meßt die fünfzehn Schritt'!
Und schießet wacker -- doch zuvor
  Gewährt mir eine Bitt':

Blas't mir das Alphorn noch ein Mal,
  In wunderbarem Reiz,
Und dann grüßt mir viel tausendmal
  Mein Heimatland, die Schweiz.

Text Authorship:

  • by Salomon Hermann, Ritter von Mosenthal (1821 - 1877), "Der Deserteur", subtitle: "Nach einem altdeutschen Volksliede"

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by Salomon Hermann, Ritter von Mosenthal (1821 - 1877)
51. Im Walde
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Im Walde", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 51, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wie herrlich klingt ein frisches Lied 
In stillen Waldesräumen, 
Wenn rings umher es grünt und blüht 
In Sträuchern und in Bäumen. 
Wie blau der Himmel, lau die Luft, 
Wie heiter lacht die Sonne, 
Und tausendfacher Blütenduft 
Erfüllt das Herz mit Wonne!
Wie herrlich klingt ein frisches Lied im schönen, grünen Wald! 

Dann kommen all' die Vögelein
Herbei mit leichten Schwingen, 
Um ihre lust'gen Melodei'n
Laut jubelnd drein zu singen. 
Es neigt der Baum sein grünes Dach 
Mit heimlich sanftem Rauschen, 
Und gleich den Bäumen an dem Bach, 
Möcht' er den Liedern lauschen! 
Wie herrlich klingt ein frisches Lied im schönen, grünen Wald!

Fürwahr, ein frischer, froher Sang 
An waldumkränzter Quelle 
Ertönt wie ferner Glockenklang 
Aus stiller Waldkapelle. 
Mit Andacht füllet sich die Brust, 
Das Herz möcht' fast zerspringen: 
O wunderselig ist die Lust, 
Im grünen Wald zu singen! 
Wie herrlich klingt ein frisches Lied im schönen, grünen Wald!

Text Authorship:

  • possibly by August Ferdinand Meyer (1811 - 1894)
  • possibly by Josef Seiler (1823 - 1877)

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Note: All of the Heim footnotes apply only to his setting for Männerchor (men's chorus).

possibly by August Ferdinand Meyer (1811 - 1894) and possibly by Josef Seiler (1823 - 1877)
52. Auf den Alpen
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Auf den Alpen", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 52, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Der Frühling ist auferstanden,
Hoch steh' ich über den Landen;
Ob mir die Kuppen von Eise,
Hier zackige Felsenfluh,
Und unten blühen die Matten;
Die Senn'rin ruht am Schatten,
Sie singt eine Hirtenweise
Und jauchzt und jodelt dazu.

O könnt' ich in diesen Gauen
Mir eine Hütte bauen!
Nach Lorbeer und nach Palmen
Ging' nimmer mein Begehr;
Die Sehnsucht nach dem Süden
Begrüb' ich in diesem Frieden;
O daß ich auf diesen Almen
Ein froher Hirte wär!

Thalwärts die Schritte lenk' ich,
An Lenz und Liebe denk' ich;
Mein Herz ist fast gebrochen
Vor Wonne und Frühlingslust;
Es fallen die Blütenflocken,
Es läuten die Herdenglocken
Und werdende Lieder pochen
An meine junge Brust.

Text Authorship:

  • by Heinrich Leuthold (1827 - 1879), "Auf den Alpen", written 1850, appears in Gedichte, in 4. Vaterländische Gedichte

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by Heinrich Leuthold (1827 - 1879)
53. Die Jungfrau am Rhein
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Die Jungfrau am Rhein", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 53, published 1896, stanzas 1,3,8 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Es winkt vom Felsenriffe 
Im thaugewobnen Kleide,
Nur Thränen als Geschmeide 
Ein weißer Arm herbei;
Und gleich dem Ton der Harfe 
Ergießt des Herzens Wunde 
Sich aus dem schönen Munde 
Der schönen Lorelei.

 ... 

Die Rebenhügel lauschen,
Des holden Klanges trunken 
Es ziehn wie Mondesfunken 
Glühwürmchen aus und ein;
Der Nachtwind athmet milder,
Und zu des Stromes Rollen
Erklingts in seelenvollen
Accorden über'm Rhein:

 ... 

Text Authorship:

  • by Adolf Böttger (1815 - 1870), "Die Jungfrau am Rhein", appears in Gedichte, in Vermischte Gedichte

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Note: the text above is taken from stanzas 1,3,8 of the original text.

Note to stanza 3, line 8: When Kamm repeats the line it reads "Akkorden weit über'm grünen Rhein".

by Adolf Böttger (1815 - 1870)
54. Das Horn zu Ronceval
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Das Horn zu Ronceval", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 54, published 1896, stanzas 1-3,7,8 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Das war ein tüchtig Streiten 
  Zu Ronceval im Thal!
  Es troff auf beiden Seiten 
  Von Blut der scharfe Stahl.
  Von Heid' und Christenrittern 
  Sah man der Wunder viel;
  Das war ein Lanzensplittern,
  Ein lustig Würfelspiel!

Vor Allen aber Einer
   Warf stets den besten Pasch,
  Dem widerstand wohl Keiner,
  Der hieb so tief als rasch;
  Der strich die Eisenfiedel 
  Auf blanker Helme Kranz,
  Und sang ein munter Liedel
  Vom Rhein und seinem Glanz.

Das war des Kaisers Vetter,
  Der starke Held Roland!
  Der schrieb im Kampfgeschmetter
  Die leserlichste Hand.
  Der ließ die Klinge kreisen,
  Als wär's ein Becher Wein,
  Und rief: "Sonst trink ich Weißen,
  Heut' schenk' ich Rothen ein.

 ... 

Als Keiner mehr von Allen,
  So Christ, als Heide stand,
  Dann erst ist er gefallen,
  Der starke Held Roland!
  Am Schwert die müde Rechte,
  Bepurpurt Helm und Schild;
  Der erste im Gefechte,
  Der letzte im Gefild.

Doch eh' der Tod, so blutig,
  Ihn gänzlich übermannt,
  Greift er noch totesmuthig 
  Sein Horn, den Olifant:
  "Den besten Gruß, mein Kaiser,
  Dir noch mit diesem Schall!"
  Und leis verklingt und leiser 
  Das Horn zu Ronceval.

Text Authorship:

  • by Feodor Franz Ludwig Löwe (1816 - 1890), "Das Horn zu Ronceval", appears in Gedichte, in Gestalten

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Note: the text above is taken from stanzas 1-3,7,8 of the original text.

by Feodor Franz Ludwig Löwe (1816 - 1890)
55. Der Herdenreihen
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Der Herdenreihen", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 55, published 1896, stanzas 1,6,7 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Singt, Schweizer, in der Fremde nie 
Des Herdenreihens Melodie,
Sie weckt ein tiefes Sehnen;
Viel Lust und Schmerz 
Durchbebt das Herz 
Bei den geliebten Tönen:
  Alu, alu, aluihu.

 ... 

  Gescheh'n ist's um den Alpensohn.
Denn bei der Heimath Zauberton 
Erwacht des Heimweh's Sehnen.
Es bricht vor Schmerz 
Ihm schier das Herz,
Das Auge schwimmt in Thränen.
  Alu, alu, aluihu.

  O wär' er doch im Alpenland,
Wo an der Felsen steilem Rand 
Die Herden friedlich weiden.
Am blauen See 
Auf Gletscherschnee --
Dort blühen seine Freuden.
  Alu, alu, aluihu.

 ... 

Text Authorship:

  • by (Hans) Thomas Bornhauser (1799 - 1856), "Der Herdenreihen"

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Note: the text above is taken from stanzas 1,6,7 of the original text.

by (Hans) Thomas Bornhauser (1799 - 1856)
56. Vorfrühling
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Vorfrühling", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 56, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Kaum hat sich der Winter fortgemacht, 
Da kommt schon der Lenz genaht über Nacht.
Er guckt wie verstohlen auf Flur und Wald 
Und hüllt sich in heimliche Schmeichelgestalt
Und sagt und fragt: darf ich kommen?

Er nimmt als Gewand das Sonnenlicht,
Das dort aus dem Dunkel herniederbricht;
Er birgt sich im hellen Quellenchor,
Der springt aus dem Schnee der Berge hervor,
Und sagt und fragt: darf ich kommen?

Er schmiegt sich hinein in den sanften Hauch,
Der lockt zu quellen die Knosp' am Strauch;
Er springt gar selber in's Knospenhaus 
Und lacht aus den quellenden Blättern heraus 
Und sagt und fragt: darf ich kommen?

Und wie er die Lerch' in der Höhe entdeckt,
Da hat er sich gleich in ihr Liedlein versteckt,
Und wie mir das Lied in die Seele dringt,
Merk' ich, wie er mit in die Seele spricht
Und sagt und fragt: darf ich kommen?

Text Authorship:

  • by Hermann Hölty (1828 - 1897), "Vorfrühling", appears in Vorfrühling, no. 1, appears in Bilder und Balladen

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Note: The title of the poem is only found in the Bilder und Ballenden publication.

by Hermann Hölty (1828 - 1897)
57. Am Grabe
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Am Grabe", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 57, published 1896, stanzas 1,3,5 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Stilles Grab,
Nimm die Thränen ab!
Aller Augen müssen weinen,
Alles Volk nennt ihn den Seinen!
Laßt die dumpfen Schollen dröhnen,
Unsrer Sehnsucht Lieder tönen 
Neben Gruft und Moder hin,
Wenn der Hoffnung Sterne ziehn 
Uns im Schmerz 
Zu Dir, theures Herz!
Stilles Grab!
Bricht ein gold'ner Stab:
Seht die Blüten, die dran hangen,
Seht die frischen Früchte prangen!
Herrlich grünen sie durchs Leben,
Um den reichen Kranz zu weben,
Der der Heimat Söhne schmückt,
Dass im Licht sie hoch beglückt,
Dienend Herz und Hand
Weih'n dem Vaterland!

 ... 

Stilles Grab!
Was der Tod dir gab,
Ist des Schatzes blasse Scherbe --
O uns fiel ein andres Erbe!
Das wirst du uns nie verschlingen,
Mächtig nimmt es uns auf Schwingen!
Das ist Strahl der Geisterwelt 
Glanz in unserm Wanderzelt,
Wenn durch Kampf und Nacht 
Wird der Weg gemacht!

 ... 

Vaterland!
O mein Schweizerland!
Laß der Helden Hülle sinken,
Ihre freien Geister winken 
Dir an jeder Gruft der Sorgen 
Zu der Auferstehung Morgen!
Vaterland, mein Vaterland! 
Von der Alp zum Stromesstrand!

Text Authorship:

  • by B. Freuler , no title

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Note: the text above is taken from stanzas 1,3,5 of the original text.


by B. Freuler
58. Grablied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Grablied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 58, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Aus der Tiefe uns'res Herzens 
Mit der vollen Macht des Schmerzens 
Rufen wir zu Dir, o Herr!
Keine Jugend, keine Tugend,
Keine Blüthe, keine Güte 
Bietet vor dem Tod Gewähr.

Text Authorship:

  • by Carl Georg Jakob Sailer (1817 - 1870), no title, appears in Die Grafen von Toggenburg

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by Carl Georg Jakob Sailer (1817 - 1870)
59. Abendlied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Abendlied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 59, published 1896, stanzas 1,2,4 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: English 
Von fernen Thürmen zu süßer Rast 
Die Abendglocken klingen.
Bald schlummern Vöglein auf dem Ast,
Die Köpfchen unter den Schwingen.
Nun sammelt friedlich sich das Haus,
Wie des Waldes stille Gemeine;
Im Zwielicht sitzt nur, wer durchaus 
Nichts lieber hat, alleine.

Und bald entrollt die stille Nacht 
Den Schattenflor am Himmel,
Und wer am meisten verlassen wacht,
Blickt auf zum Sterngewimmel.
Da scheint's herab vom Himmelsdach 
Mit Augen, ewigklaren;
Der liebe große Gott zählt nach 
Alsdann seiner Wesen Schaaren.

 ... 

Welch' Kind dann hülffos, traurig weint,
Gott Vater will's bewahren,
Zur Erde sendet der treue Freund 
Die helfenden Engelschaaren.
Die breiten aus die Flügel mit Macht,
Zur schlummernden Welt zu fliegen;
Er selber wacht die ganze Nacht 
An seiner Schöpfung Wiegen.

Text Authorship:

  • by Peter Johann Willatzen (1824 - 1898), "Abendlied", appears in Nordlandsharfe, in Aus Dänemark

Based on:

  • a text in German (Deutsch) by Bernhardt Severin Ingemann (1789 - 1862)
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Note: the text above is taken from stanzas 1,2,4 of the original text.

by Peter Johann Willatzen (1824 - 1898)
59.
[Translation not yet available]
60. Wie bist du schön, mein Heimatland!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Wie bist du schön, mein Heimatland!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 60, stanzas 1,3 [ ssaa chorus ], 1896 Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Wie bist du schön mein Heimatland,
Mit deinen sonnbeglänzten Auen,
Mit deiner Hügel blauem Band,
So sagenprächtig anzuschauen,
Mit deinen Frauen, minnig schön,
Mit deinen Männern, stramm wie Eichen 
Mit deinen Gärten, deinen Höh'n – 
Was kann, du schönes Land, dir Gleichen?
Ob ich am Ebrostrand 
Traumhaft verloren stand;
Ob ich zu Gletscherhöh'n 
Sehnsuchtsvoll aufgesehn 
Und durch Italiens Flur 
Suchte der Schönheit Spur --
Wie dich, mein Heimatland so schön,
So schön hab ich noch kein's gesehn.

 ... 

  Und wenn verklungen Lied und Preis,
Die Thränen mir im Auge stehen.
Mir ist -- ich falt' die Hände leis' --
Als müsst ich für dich beten gehen:
"O Herr der Welten, schütze du 
Mein Heimatland, die heil'ge Erde
Lass dort mich betten einst zur Ruh,
Auf dass die Erde leicht mir werde." 
Und von des Ebro Strand,
Wo ich einst träumend stand, 
Bis zu der Gletscher Höh'n
Soll es wie Echo gehn 
Hin durch Italiens Flur 
Klingen wie Beten nur: --
Wie bist du, Heimatland, so schön, -- --
Ja, dort möcht' ich zur Ruhe gehn!

Text Authorship:

  • by Rosa Barach (1841 - 1913), "Mein Heimatland"

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Note: the text above is taken from stanzas 1,3 of the original text.

by Rosa Barach (1841 - 1913)
61. O Land meiner Väter, wie lieblich bist du!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "O Land meiner Väter, wie lieblich bist du!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 61, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Ihr Berge der Heimath 
Mit ewigem Schnee,
Ihr blühenden Dörfer 
Am heimischen See,
Ihr Zeugen der Jugend,
Ich rufe euch zu:
   O, Land meiner Väter,
   Wie lieblich bist Du!

Das Alphorn der Heimath,
Wie tönt es so hell,
Es silbert melodisch 
Vom Felsen der Quell,
Es jodelt der Senne 
Auf Matten und Fluh:
   O, Land meiner Väter,
   Wie lieblich bist Du! 

O, Heimath, Du süße,
Möcht' wieder Dich seh'n,
Die grünenden Auen 
Und lachenden Seen;
Da fände ich Frieden,
Da fände ich Ruh':
   O, Land meiner Väter,
   Wie lieblich bist Du! 

Das Weh, das allmählich 
Das Herze mir bricht,
Die Menschen, die fremden,
Begreifen es nicht.
O, lasset mich singen 
Und weinen dazu:
   O, Land meiner Väter,
   Wie lieblich bist Du!

Text Authorship:

  • by Heinrich Leuthold (1827 - 1879), "In der Fremde"

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by Heinrich Leuthold (1827 - 1879)
62. Die versunkene Stadt
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Die versunkene Stadt", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 62, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Fernher tönte Cicadensang,
Winde und Wellen ruhten, 
Selten ein silbern Fischlein sprang
Über die schweigenden Fluthen.
Glimmende Funken der Sonnenball
Über das Meer verstreute.  -- 
Horch, da drang aus der Tiefe ein Schall
Leise wie Glockengeläute:
Kling, klang, kling, klang,
Versunken, versunken, wie lang, wie lang! 

Liegt eine Stadt Jahrhunderte lang 
Bergetief unter den Wogen. 
Muscheln, Korallen und schlüpfriger Tang 
Haben die Mauern umzogen. 
Zinnen und Thürme streben empor 
Hoch auf dem sandigen Grunde.
Selten gibt leiser Glockenchor
Von der Verschollenen Kunde.
Kling, klang, kling, klang,
Versunken, versunken, wie lang, wie lang!

Ruhend unter dem Segeldach
Lauscht' ich dem Ton aus den Tiefen.
Alte Märchen rief er mir wach,  
Die in der Seele schliefen.  
Was mir gesungen der Ahnen Mund
Abends bei Spindel und Rocken,
Klang mir jetzt aus des Herzens Grund
Leis wie versunkene Glocken.
Kling, klang, kling, klang,
Verklungen, verklungen, wie lang, wie lang!

Text Authorship:

  • by Rudolph Baumbach (1840 - 1905), "Die versunkene Stadt ", appears in Von der Landstrasse. Lieder., Leipzig: A. G. Liebeskind, first published 1882

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by Rudolph Baumbach (1840 - 1905)
63. Am Grabe
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Am Grabe", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 63, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Er war uns treu ergeben
In Freude und in Schmerz ,
Er barg ein schönes Leben
In seinem treuen Herz.

In Frühlings schönster Blüte
Hat ihn geknickt der Sturm,
Treu innigem Gemüte 
Nagt an der Brust der Wurm.

So vieles liess er hoffen,
Es lacht' die Welt so schön,
Nun hat der Pfeil getroffen,
Die Kraft versengt der Föhn.

Schlaf wohl in kühler Erde,
Du gingst in Frieden hin,
Erfuhrst nicht die Beschwerden 
In Sommers wildem Glüh'n.

Von Blüten reich umgeben 
Schliefst du, die Blüte, ein,
Zum reichen, wahren Leben 
In unsrer Väter Reih'n.

Wir aber treu dir schenken 
Treu' Liebe auch in's Grab,
Als innigstes Gedenken, 
Dann winkt's auch uns hinab. 

So ruhe süss in Frieden,
Da uns das Leben lacht,
Doch jenseits wie hienieden 
Eint uns des Geistes Macht.

Text Authorship:

  • by Wilhelm Ruess (1814 - 1879)

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by Wilhelm Ruess (1814 - 1879)
64. Le serment des trois Suisses
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Le serment des trois Suisses", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 64, published 1896, stanzas 1,2,5,6 [ alto solo and ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug, also set in German (Deutsch)
Language: French (Français) 
Ils étaient là tous trois ! A travers les nuages,
La lune révélait sur leurs mâles visages
D'un héroïque espoir les présages vainqueurs :
Sous leurs habits grossiers battaient de nobles cœurs.
Un serment généreux sort de ces bouches pures,
Et l écho menaçant par l écho répété,
Redit de monts en monts, avec de sourds murmures :
     Liberté ! liberté !

On l'entendra ce nom que la Suisse réclame,
Comme un céleste accord retentir d'âme en âme ;
Et déjà, descendu de ces sommets déserts,
Puissant, mystérieux il plane dans les airs :
A toute heure, en secret, du peuple qu'on opprime
Un pouvoir inconnu ranimant la fierté,
Dit au cœur assez fort pour ce fardeau sublime :
     Liberté ! liberté !

 ... 

Liberté, c'est ton jour, ce sol est ton empire
Là, nulle ambition sous tes traits ne conspire :
D'un peuple pauvre et fier toi seule armes les mains ;
Sur ces pics sourcilleux, vierges de pas humains,
L'aigle au vol indompté semble te rendre hommage,
Le bleu miroir des lacs réfléchir ta beauté,
Et le bruit des torrens dire à l écho sauvage :
     Liberté ! liberté !

Héritier de ces biens, toi qui les abandonnes,
Et soutiens à prix d'or les lointaines couronnes,
D'où vient qu'aux premiers sons d'un air mélodieux,
J'ai vu des pleurs furtifs s'échapper de tes yeux ?
Sans doute en l'écoutant tu rêvais ta patrie,
Et des vallons natals l'agreste majesté ;
Sans doute il murmurait à ton âme attendrie :
     Liberté ! liberté !

Text Authorship:

  • by Sabine-Casimire-Amable Tastu (1795 - 1885), "Le serment des trois Suisses"

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Note: the text above is taken from stanzas 1,2,5,6 of the original text.

by Sabine-Casimire-Amable Tastu (1795 - 1885)
64.
[Translation not yet available]
65. Rütlischwur
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Rütlischwur", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 64, published 1896, stanzas 1,2,5,6 [ alto solo and ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug, also set in French (Français)
Language: German (Deutsch) 
Dort standen sie, die Drei! Es trat aus seiner Wolke
Der Mond und überschien die Männer aus dem Volke,
Gesichter mannhaft, kühn und wie geformt aus Erz;
Das Wamms war schlicht und grob, doch edel schlug das Herz.
Ein lauter heil'ger Schwur kam von den reinen Lippen;
Der Hall verkündigte dem Hall den Ruf der Drei,
Und drohend scholl es nach von Fels zu Felsenklippen:
     Frei wie die Väter, frei!

Lang wird das Losungswort der kühnen Alpensöhne 
Im Schooß der Menschheit noch nachschüttern mit Gedröhne;
Schon stieg vom Hochgebirg ein allgewalt'ger Geist,
Der ungesehen wirkt und in die Zukunft weist.
Er mahnt was unterjocht an die verlorne Würde 
Und spricht verheißungsvoll von einem Völkermai 
Zu Seelen, stark genug für die erhab'ne Bürde:
     Frei wie die Schweizer, frei!

 ... 

Freiheit, dein Tag brach an! Dies Land gehört dein eigen.
Hier wird kein Ehrgeiz sich in deiner Maske zeigen;
Ein Volk, das arm und stolz, beflügelst du zur That.
Hier kreis't um's Eisgefild, das noch kein Mensch betrat,
Dir huldigend der Aar; du spiegelst in den Buchten 
Der See'n dein schönes Bild, und durch die Wüstenei 
Granit'ner Felsen jauchzt der Gießbach in die Schluchten
     Frei sind wir, ewig frei!

Du aber, der du heut die angestammten Güter 
Aufgiebst und dich verkaufst als fremder Kronen Hüter,
Wie kommt's, daß eines Lieds geheimnißvoller Reiz 
Dich bis zu Thränen rührt, du rauher Sohn der Schweiz?
Das ist des Heimwehs Macht, du siehst die Apen glühen,
Die Heerden heimwärts ziehn zur trauten Sennerei . . . . .
Sehnsüchtig aber tönt das Aphorn von den Flühen:
     Frei wie die Heimat, frei!

Text Authorship:

  • Singable translation by Heinrich Leuthold (1827 - 1879), "Der Grütlischwur"

Based on:

  • a text in French (Français) by Sabine-Casimire-Amable Tastu (1795 - 1885), "Le serment des trois Suisses"
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Note: the text above is taken from stanzas 1,2,5,6 of the original text.

Singable translation by Heinrich Leuthold (1827 - 1879)
66. Heimkehr
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Heimkehr", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 65, published 1896, stanzas 1,3-5 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Es war ein Knabe gezogen
Wohl in die Welt hinaus,
Und ob ihm sein Schatz gewogen,
Das Glück, das Glück war aus.
    Er wanderte weit
    In Sommerzeit
Wenn am Walde die Rosen blühn.

 ... 

Das Mägdlein barg seine Klagen
Im stillen Kämmerlein,
Und durfte sie's Keinem sagen,
Sie hoffte jahraus, jahrein.
    Sah über die Haid'
    In Sommerzeit,
Wenn am Walde die Rosen blühn.

Es kam ein Reiter geflogen,
Seine Locken wehten im Wind:
Und bist du mir noch gewogen,
Herzallerliebstes Kind?
    Vergiß das Leid
    In Sommerzeit,
Wenn am Walde, die Rosen blühn!

Er hielt sie in seinen Armen,
Ihr Herz in Wonne schlug,
Und hatte die Welt nicht Erbarmen,
Die Liebe war stark genug!
    Und da lachten sie Beid'
    Wie die Sommerzeit,
Wenn am Walde die Rosen blühn!

Text Authorship:

  • by Otto Roquette (1824 - 1896), no title, appears in Hans Haidekuckuck, in 7. Die Nachbarsgärten, Berlin: Verlag von Heinrich Schindler, first published 1855

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Note: the text above is taken from stanzas 1,3-5 of the original text.

by Otto Roquette (1824 - 1896)
67. Seligster Traum
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Seligster Traum", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 66, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Wogender, grüner Rhein,
Grüß mir das Häuschen fein!
Grüß mir die Tannen stolz 
Droben im dunkeln Holz!
  Wo am frohsten noch immer die Welle dir schäumt, 
  Da hab' ich den seligsten Traum einst geträumt!

  Wogender, grüner Rhein, 
Grüß mir die Blüthen fein!
Grüß mir den zarten Flaum
Drunten am Weidenbaum!
  Wo am frohsten noch immer die Welle dir schäumt, 
  Da hab' ich den seligsten Traum einst geträumt!

  Wogender, grüner Rhein, 
Grüß mir den Mondenschein!
Laß in den Fluthen klar 
Schimmern ihn wunderbar! 
  Wo am frohsten noch immer die Welle dir schäumt, 
  Da hab' ich den seligsten Traum einst geträumt!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Seligster Traum", appears in Neue Lieder, in Erstes Buch, no. 124

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by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891)
68. Meine Mutter hat's gewollt!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Meine Mutter hat's gewollt!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 67, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Meine Mutter hat's gewollt,
Den andern ich nehmen sollt';
Was ich zuvor besessen,
Mein Herz sollt' es vergessen;
Das hat es nicht gewollt.

Meine Mutter klag' ich an,
Sie hat nicht wohlgetan;
Was sonst in Ehren stünde,
Nun ist es worden Sünde.
Was fang ich an?

Für all' mein Stolz und Freud'
Gewonnen hab' ich Leid.
Ach, wär' das nicht geschehen,
Ach, könnt' ich betteln gehen
Über die braune Haid'!

Text Authorship:

  • by Theodor Storm (1817 - 1888), "Elisabeth", appears in Immensee, in Meine Mutter hat's gewollt

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by Theodor Storm (1817 - 1888)
69. Lied im Mai
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Lied im Mai", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 68, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Ha, die Schwalbe wieder da,
Jubilirend fern und nah;
Bald am blauen Himmelssaum
Bald um trauter Hütten Raum.
Hei, juchhei! 
Jauchzt dem Mai!
Erd' und Himmel wieder neu!

O, wie herrlich doch die Welt,
Grünen Wald und Au und Feld;
Prangen blühend Berg und Tal,
Singen Vöglein überall.
Hei, juchhei! 
Jauchzt dem Mai!
Erd' und Himmel wieder neu!

Erd' und Himmel wieder schön,
Erd' und Himmel noch so schön,
Macht der Mai die Herzen weich,
So die Welt zum Himmelreich.
O, es sei!
Stimmet bei!
Auch die Liebe blühe neu!

Text Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author

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by Anonymous / Unidentified Author
70. Die Lotsentochter
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Die Lotsentochter", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 69, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Sie konnt' die Nacht nicht schlafen,
Es ging die See so wild und graus,
Die ganze Nacht nicht schlafen,
Er war zum Fischen aus.

"Mein Vater lass' mich rudern,
Die See geht heut' so grausig gar,
Mein Vater, lass' mich rudern,
Dem Fischer droht Gefahr.

Der Morgen graut im Osten,
Die See hört  sich so grausig an,
Was treibt daher von ferne?
Ein umgeschlag'ner Kahn!

"Der Liebste mir verloren!
O Vater, sieh' mein Leid, mein Weh, 
So lass' mich bei ihm ruhen,
In tiefer, kühler See!"

Text Authorship:

  • by Kenesor

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by Kenesor
71. Im Maien, am Reihen
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Im Maien, am Reihen", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 70, published 1896, stanzas 1,2,6,3 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Herzlich tut mich erfreuen
Die fröhlich selige Sommerzeit,
All mein Geblüt erneuen,
Der Mai in Wonne freut,
Die Lerch thut sich erschwingen
Mit ihrem hellen Schall,
Im Maien am Reihen, 
Im Maien sich freuen 
Alle Knaben und Mägdelein!

  Der Kukuk mit seinem Schreien
Macht fröhlich jedermann,
Des Abends fröhlich reihen
Die Mädlein wohlgethan,
Spazieren zu den Brunnen,
Bekränzen sie zur Zeit,
Im Maien am Reihen, 
Im Maien sich freuen 
Alle Knaben und Mägdelein!

 ... 

  Des Morgens in dem Thaue 
Die Mädlein grasen gehn,
Gar lieblich sich anschauen,
Bei schönen Blümlein stehn,
Daraus sie Kränzlein winden
Und schenken's ihrem Schatz,
Im Maien am Reihen, 
Im Maien sich freuen 
Alle Knaben und Mägdelein!

  Es grünet in dem Walde,
Die Blumen blühen, blühen frei,
Die Röslein auf dem Felde
Von Farben mancherlei,
Darum lob ich den Sommer, 
Dazu den Maien gut. 
Im Maien am Reihen, 
Im Maien sich freuen 
Alle Knaben und Mägdelein!

 ... 

Text Authorship:

  • from Volkslieder (Folksongs) , "Frühlingsblumen", appears in Des Knaben Wunderhorn

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Note: the text above is taken from stanzas 1,2,6,3 of the original text.

from Volkslieder (Folksongs)
72. Am Waldesrande
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Am Waldesrande", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 71, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Ich hab' mich hier und dort gebückt,
Ich hab' im ganzen Wald gepflückt;
Ich trage beide Hände voll
Und weiß wohl, wem ich geben soll
  Die liebe Maienblumen.

Der Amselschlag, der Sonnenschein,
Das Quellenrauschen sind nicht mein;
Ich hab' ein jugendfrisches Blut,
Ein still verborgen Liebesglut,
  Das ist mir wohl zu eigen.

Ich möcht ein wilder Falke sein,
So flög' ich über's Gebirg herein,
Ich schwebte vor des Liebsten Thür
Und rief: mein Liebster tritt herfür,
  Dein wilder Falk ist kommen.

Und böt ich ihm die Blumen dar,
So gäb' er mir sein gold-blond Haar,
Er gäb' mir freudig Seel' und Leib',
Mein treuer Schatz, mein liebstes Weib
  Nun bist du ganz mein Eigen!

Text Authorship:

  • from Volkslieder (Folksongs) , as Folk songs, "Am Waldesrande"

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from Volkslieder (Folksongs) , as Folk songs
73. Rêverie
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Rêverie", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 72, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: French (Français) 
Ici-bas tous les lilas meurent,
Tous les chants des oiseaux sont courts,
Je rêve aux étés qui demeurent
    Toujours...

Ici-bas les lèvres effleurent 
Sans rien laisser de leur velours,
Je rêve aux baisers qui demeurent
    Toujours...

Ici-bas, tous les hommes pleurent
Leurs amitiés ou leurs amours ;
Je rêve aux couples qui demeurent 
    Toujours...

Text Authorship:

  • by René-François Sully-Prudhomme (1839 - 1907), "Ici-bas tous les lilas meurent", appears in Stances et Poèmes, in 1. Stances, in La Vie intérieure, Paris, Éd. Alphonse Lemerre, first published 1866

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Note: quoted in Jules Lemaître's "Vers pour être chantés".

by René-François Sully-Prudhomme (1839 - 1907)
73. Hier auf Erden
Language: German (Deutsch) 
Hier auf Erden vergeht aller Flieder,
aller Vogelgesang ist kurz;
Ich träume von Sommern,
die ewig währen!

Hier auf Erden berühren sich Lippen nur leicht,
nichts bleibt von ihrer Weichheit;
Ich träume von Küssen,
die ewig währen!

Hier auf Erden beweinen alle Menschen
ihre Freundschaften oder ihre Liebe;
Ich träume von Paaren,
die ewig währen!

Text Authorship:

  • Translation from French (Français) to German (Deutsch) copyright © 2001 by Martin Stock, (re)printed on this website with kind permission. To reprint and distribute this author's work for concert programs, CD booklets, etc., you may ask the copyright-holder(s) directly or ask us; we are authorized to grant permission on their behalf. Please provide the translator's name when contacting us.
    Contact: licenses@email.lieder.example.net

Based on:

  • a text in French (Français) by René-François Sully-Prudhomme (1839 - 1907), "Ici-bas tous les lilas meurent", appears in Stances et Poèmes, in 1. Stances, in La Vie intérieure, Paris, Éd. Alphonse Lemerre, first published 1866
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This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 12
Word count: 55

Translation © by Martin Stock
74. Am Ammersee
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Am Ammersee", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 73, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Es steht eine Weide am Ammersee;
Die taucht ihr Gezweig in die Fluthen.
"Ade, goldhaariger Schatz, ade!
Nun gilt's für den König zu bluten.
Traut war es zu kosen, Boot an Boot,
Wenn die Wasser rauschen im Ammersee, 
Und über ein Jahr, wer weiß, bin ich todt -- 
Ade nun, mein Schatz, ade!" 

Sie fuhren noch einmal den See entlang 
Wohl unter die flüsternde Weide, 
Die Herzen so weh, die Herzen so bang -- 
Sie kos'ten in Lust und Leide.
Ab stieß er den Nachen -- er schwenkte den Hut: 
Da rauschen die Wasser im Ammersee.
"Dem König gehorcht ein Soldatenblut --
Ade nun, mein Schatz, ade!"

Und über ein Jahr ein Reitergrab
Liegt einsam auf fremder Haide.
Es neiget die Zweige darüber herab
Eine wilde, verwachsene Weide;
Sie seufzt in die Winde -- die tragen es fort,
Und die Wasser rauschen im Ammersee:
"Dein Liebster, der schlummert am Haideort -- 
Ade nun, mein Schatz, ade!"

Eine Weide, die steht am Ammersee,
Sie taucht ihr Gezweig in die Fluthen; 
Es thut wohl kein Herzeleid so weh,
Als um Liebe, um Liebe verbluten.
Nun schimmert's herauf alabasterweiß
Durch die rauschenden Wasser im Ammersee: 
"Goldhaarige Stirn, wir umplätschern dich leis -- 
Ade nun, mein Schatz, ade!"

Text Authorship:

  • by Ernst Ziel (1841 - 1921), "Am Ammersee"

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by Ernst Ziel (1841 - 1921)
75. In der Marienkirche
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "In der Marienkirche", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 74, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
In der Marienkirche begruben sie ihn, 
Und sie im Marienchor;
Aus ihrem Grab ein rot Röselein sproßt, 
Aus seinem ein Weißdorn hervor.
Die neigten sich, die verzweigten sich, 
Wären gern einander recht nah,
Daß jeder gleich erkennen konnt: 
Zwei Liebende ruhten allda.

Text Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author, no title [an adaptation]

Based on:

  • a text in English from Volkslieder (Folksongs) , "Lord Thomas and Fair Annet", subtitle: "A Scottish Ballad"
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Note: based on the last two stanzas of the original Scottish ballad.

by Anonymous / Unidentified Author
76. Seliger Tod
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Seliger Tod", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 75, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Es steht ein Haus am Rheine,
Ein kleines Fischerhaus.
"Du allerliebste Meine,
Du Meine,
Schau nur einmal heraus!"

  Heraus will ich wohl schauen,
Auch treten vor die Thür,
Vorm Sturm kann mir nicht grauen,
Nicht grauen,
Bin ich, mein Lieb, bei dir!

  "Und mag Dir nimmer grauen.
So ist's die beste Zeit!
Und willst du ganz mir trauen,
Ja trauen,
Mein Schifflein steht bereit!" 

  Sie springen in den Nachen, 
Den Nachen treibt der Wind,
Ob alle Donner krachen, 
Ja krachen,
Sie küssen sich so lind.

  Ein Blitzstrahl kommt gefahren, 
Der trifft die Zwei zugleich. 
Leb wohl, leb wohl zum klaren,
Zum klaren,
Zum klaren Himmelreich!

  Der Sturm der hat getrieben 
Das Schiff hinab den Rhein,
Wohl mit den todten Lieben, 
Den Lieben, 
In's weite Meer hinein. 

  Die Sonne schaut mit hellen 
Und goldnen Blicken drein, 
Wie auf den grünen Wellen,
Den Wellen,
Treibt hin der Todtenschrein.

Text Authorship:

  • by August Daniel Ehrenfried Stöber (1808 - 1884), "Seliger Tod", written 1839

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by August Daniel Ehrenfried Stöber (1808 - 1884)
77. Fischerlied
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Fischerlied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 76, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Die Wellen die wogen und schäumen
  Und schaukeln die Gondel umher;
  Der Fischer will länger nicht säumen,
  Und schiffen die Kreuz und Quer.
  Die Wellen, die schwellen
  Im liebenden Hang;
  Die Wellen zerschellen,
  Juchheisa! Kling, klang!

Sein Schätzel mit rosigen Wangen
  Fährt mit in die wogende Flut;
  Sie weiß ja zu angeln, zu fangen,
  Sie wirft ja die Netze so gut!
  Die Wellen, die schwellen
  Im liebenden Hang!
  Die Wellen zerschellen,
  Juchheisa! Kling, klang!

Die Sonne, die lächelt so heiter,
  Wie küßt sich's so süß und so traut;
  Die Gondel will nimmermehr weiter,
  Seit Aug' in das Auge sich schaut!
  Die Wellen, die schwellen
  Im liebenden Hang!
  Die Wellen zerschellen,
  Juchheisa! Kling, klang!

Die Wellen die wogen und schäumen,
  Die Gondel steht ruhig im See,
  Und Fischer und Fischerin träumen,
  Den Fischlein geschiehet kein Weh! --
  Die Wellen, die schwellen,
  Im liebenden Hang!
  Die Wellen zerschellen,
  Juchheisa! Kling, klang!

Text Authorship:

  • by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881), "Lagunen-Fischerlied", written 1853, appears in Das Buch der Lieder, in 6. Vermischte Lieder, first published 1866

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by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881)
78. Stille Sommernacht
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Stille Sommernacht", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 77, published 1896, stanzas 1,3 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Die Pappelzweige rauschen,
Vom Abendwind geweht,
Und holde Sterne lauschen 
Herab auf's Blumenbeet.
Es ruhen die Fluren in Dämm'rung gehüllt,
Und Träume durch schweben das stille Gefild.

 ... 

Es zirpt die kleine Grille,
Im Grase glänzt der Thau,
Und tiefe heil'ge Stille 
Herrscht auf der Blumenau.
Den glücklichen Schäfer umschattet die Nacht,
Nur sehnende Liebe im Herzen noch wacht.

Text Authorship:

  • by Carl Wilhelm Karnstädt (1795 - 1884)

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Note: the text above is taken from stanzas 1,3 of the original text.

by Carl Wilhelm Karnstädt (1795 - 1884)
79. Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 78, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht 
wohl über die schöne Blaublümelein,
sie sind verwelket, verdorret.

Ein Knabe hatt' ein Mägdlein lieb, 
sie liefen heimlich von Hause fort,
es wußt's nicht Vater, noch Mutter.

Sie liefen weit ins fremde Land,
sie hatten weder Glück, noch Stern,
sie sind verdorben, gestorben.

Auf ihrem Grab Blaublümlein blühn,
Umschlingen sich treu, wie sie im Grab,
Der Reif sie nicht welket, nicht dörret.

Text Authorship:

  • from Volkslieder (Folksongs) , "Blaublümelein", collected by Arnim and Brentano

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See also Backer-Grøndahl's song, which uses some of this text.

from Volkslieder (Folksongs)
80. Abschied
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Abschied", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 79, published 1896 [ alto solo and ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Was macht dir, Herzliebster!
Die Wangen so blaß?
Was macht dir das Auge
Von Kummer so naß?

O Liebchen! Herzliebchen!
Wohl ist es mir weh;
Weit muß ich von hinnen
Weit über die See!

Und mußt du von hinnen --
Dort über die See 
Giebt's wohl noch ein Liebchen. 
Herzliebster! ade!

Es scheinen viel Sterne
Am Himmelsgezelt;
Doch keiner von allen
Wie Luna gefällt.

So nimm nur dies Ringlein
Von Golde so schwer,
Und wird es zu eng dir,
So wirf es in's Meer.

So steck' nur dies Blümlein
An's klopfende Herz;
Und duftet's dir nimmer,
Verging auch dein Schmerz.

Text Authorship:

  • by Justinus (Andreas Christian) Kerner (1786 - 1862), "Ade", appears in Gedichte, in Die lyrischen Gedichte

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by Justinus (Andreas Christian) Kerner (1786 - 1862)
81. O Lieb, schönste Blume!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "O Lieb, schönste Blume!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 80, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  O Liebe, schönste Blume,
Wie keine mir gefällt;
Aus Gottes Heiligthume
Verpflanzt in diese Welt!
  Viel tausend Blumen blühen
Im Thal und auf den Höhn;
Doch keine sah ich glühen 
Wie du so schön, so schön!

  Und, ach! wie bald verwehen
Sie all' in kurzer Zeit;
Du aber mußt bestehen,
Und blühst in Ewigkeit!
  O Liebe, schönste Blume!
Wer dich gefunden hat, 
Der wird, von deinem Ruhme 
Zu singen, nimmer satt!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "O Liebe, schönste Blume!", appears in Liederbuch, in 2. Liebeslieder, no. 243

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Also confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 214-215.

by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891)
82. Der Sänger und die Königsmaid
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Der Sänger und die Königsmaid", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 81, published 1896, lines 1,2,4-8,10-14,16-18 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Ich weiß eine Mär' aus verklungener Zeit;
Es liebte der Sänger die Königsmaid; --
 ... 
Die Saiten erklangen in Lust und Schmerz;
Sie lockten, sie zwangen das lauschende Herz; --
   O weh ihm, er konnte nicht schweigen!
Halb hat sie geschenkt ihm, halb hat er geraubt 
Ein goldenes Löcklein dem lieblichen Haupt; --
 ... 
Sie bot ihm den heißen, den duftigen Mund,
Den hat er geküßt in nächtlicher Stund'! --
   O weh ihm, er konnte nicht schweigen!
Nun zischelt's wie Schlangen die Gassen hindurch,
Und zischelt hinauf bis zur Königsburg; --
 ... 
Der Mond schien traurig, das Henkerbeil klang,
Der Sturmwind pfiff einen Grabgesang! --
   O weh ihm, er konnte nicht schweigen!

Text Authorship:

  • by Hermann Hölty (1828 - 1897), "Der Sänger und die Königsmaid", appears in Bilder und Balladen

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Note: the text above is taken from lines 1,2,4-8,10-14,16-18 of the original text.

by Hermann Hölty (1828 - 1897)
83. Hier ist die Stelle, hier der Platz!
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Hier ist die Stelle, hier der Platz!", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 82, published 1896 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Hier ist die Stelle, hier ist der Platz, 
Hier unterm Rasen, da liegt mein Schatz. 
Die Gräber, die gruben so tief dein Grab, 
Die Träger, sie liessen so tief dich hinab

Ich komme, zu schmücken dein Schlafgemach, 
darin du ruhest bei Nacht und Tag; 
Sie machten dein Bette so weich, so weich, 
Sie legten dich drauf so kalt so bleich

Zwei Rosen, die sollen beisammen sein, 
Ich pflanze sie über dem Herzen dein, 
Die eine für dich, die andre für mich; 
Wir liebten uns so treuinniglich,
Treuinniglich!

Die eine ist wie Herzblut so rot, 
Weil du mich geliebt bis in den Tod; 
Die andre, die ist so weiß wie der Schnee, 
Der Tod, der that meinem Herzen weh. 
So weh, so weh! 

Und weil du hast keinen Leichenstein, 
Will selber das Grab ich dir hüten fein 4. 
Hier ist die Stelle, hier ist der Platz, 
Hier hüt' ich meinen herzliebsten Schatz.

Text Authorship:

  • by Johann Hinrich Otto Meyer (1829 - 1904), "Mein totes Lieb"

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by Johann Hinrich Otto Meyer (1829 - 1904)
84. Drei Laub auf einer Linde
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Drei Laub auf einer Linde", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 83, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Drei Laub auf einer Linden
Blühen also wohl, ja wohl;
Sie tut viel tausend Sprünge,
Ihr Herz ist freudenvoll.
Ich gönn's dem Maidlein wohl.

Sie hat den langen Winter
Stets am Stuhl gewebt, gewebt,
Für fremde Leut' das Linnen
Gewirket und gestrebt,
Für sich nur halb gelebt.

Ihr Schatz war in der Fremde,
Wieder bin ich hier, ja hier,
Der Tanz hebt sich behende,
Komm[,] meines Herzens Zier
Und tanz nach Lust mit mir!

Text Authorship:

  • from Volkslieder (Folksongs) , as Folk songs

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from Volkslieder (Folksongs) , as Folk songs
85. Lied von Sorrent
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Lied von Sorrent", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 84, published 1896 [ ssaa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wie die Tage so golden verfliegen,
Wie die Nacht sich so selig verträumt,
Wo am Felsen mit Wogen und Wiegen
Die gelandete Welle verschäumt,
Wo sich Blumen und Früchte gesellen,
Daß das Herz dir in Staunen entbrennt;
O du schimmernde Blüte der Wellen,
Sei gegrüßt, du mein schönes Sorrent!

Und die Nacht, wenn so süß Luisella
Ihre lachenden Lieder uns singt,
Und der Taumel der Lust, Tarantella,
Wie ein Flämmchen im Sturme sie schwingt.
An der Bucht sich die Gärten erhellen
Unterm leuchtenden Nachtfirmament --
O du schimmernde Blüte der Wellen,
Sei gegrüßt, du mein schönes Sorrent!

Hier entrinnst du der Sorgen Getriebe,
Und es trägt dich auf Händen die Lust,
Und sogar das Gedächtnis der Liebe,
Hier beschleicht es gelinder die Brust.
Und der tauchst in die heilenden Quellen,
In des heiligen Meers Element.
O du schimmernde Blüte der Wellen,
Sei gegrüßt, du mein schönes Sorrent!

Auch der tobenden Stürme Getümmel,
Hier belebt es nur Blüten zuhauf,
Und es lösen die Wetter am Himmel
In ein fruchtbar Geriesel sich auf.
Wenn die Früchte, die herbstlichen, schwellen,
Ach, wie weit, ach wie bin ich getrennt!
Dann ade, o du Blüte der Wellen,
Dann ade, du mein schönes Sorrent!

Text Authorship:

  • by Paul Heyse (1830 - 1914), "Lied von Sorrent", subtitle: "Zur Melodie: Sto cresenno no bello cardillo", appears in Sorrent

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by Paul Heyse (1830 - 1914)
86. Die Lilie am See
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Die Lilie am See", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 85, published 1896, stanzas 1-3,5,7 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Wenn der Nachtwind im Mondlicht 
Die Seeküste streift,
Das Meerweib am Schiffswrack 
Die Todten umschweift,
Die Möve lautkreischend 
Die Wellen umkreist:
Da schimmert's am Strand hin 
Wie ein ruhloser Geist.

Es schleicht aus dem Kloster 
Die die Nonne sich sacht,
Die betet den Tag lang 
Und pilgert bei Nacht.
Wie bleich ist das Antlitz,
Wie glasig der Blick,
Die Brust drückt wie Grabnacht
Ein trübes Geschick.

Am Felsen zerschellt' einst 
Die Meerfluth das Boot 
D'rauf sie und ihr Liebster
Vom Tode bedroht.
Die Braut ward gerettet,
Doch zu tieferem Weh, --
Es verschlang den Geliebten 
Die tückische See!

 ... 

Sie Sie flieht, wenn im Kreuzgang 
Das Chorlied erschallt,
Lacht grell, wenn das Glöcklein 
Zu Mitternacht hallt.
Dann nimmt sie den Schleier, 
Ein meergrün Gewand, Fasst den Rosenkranz hastig 
In die krampfige Hand.

 ... 

Sie bekreuzt sich und wandert,
Bis der Morgen erwacht,
Dann schrickt ste zusammen
Und flieht wie die Nacht.
Wem fern die Gestalt blinkt 
Wie Meergrün und Schnee,
Der betet ein Ave 
Für die Lille vom See.

Text Authorship:

  • by Adolf Böttger (1815 - 1870), "Die Lilie vom See"

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Note: the text above is taken from stanzas 1-3,5,7 of the original text.

by Adolf Böttger (1815 - 1870)
87. Die Gärtnermaid
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Die Gärtnermaid", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 86, published 1896, stanzas 1-4,6 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Nun blühn die Rosen wieder,
So wie vergangnes Jahr,
Der Sprosser schlägt im Flieder,
Vom Dache singt der Staar;
Im Glashaus und im Garten 
Muß ich der Blumen warten,
So wie vergangnes Jahr.

Manch Kränzlein muß ich winden,
So wie vergangnes Jahr,
Manch Sträußlein muß ich binden 
Für manches Liebesparsic: --
Das kann ich nur mit Schmerzen,
Das kann ich nicht von Herzen,
So wie vergangnes Jahr.

Ich lehne an der Linde,
So wie vergangnes Jahr 
Ich winde, ach, und binde 
Für Tanzsaal und Altar;
Für mich sind keine Kränze,
Mir blühen keine Lenze,
So wie vergangnes Jahr.

Ach wenn er kommen müßte,
So wie vergangnes Jahr,
Wo er so innig küßte 
Mir Augen, Mund und Haar!
Ja, wenn er nicht geschieden 
Wär' alles noch hienieden,
So wie vergangnes Jahr.

 ... 

Die Myrten will ich gießen,
So wie vergangnes Jahr,
Damit sie blühn und sprießen 
Für meine Todtenbahr'. 
Im Frühling möcht ich gehen: --
Ich kann ihn nicht verstehen,
So wie vergangnes Jahr.

Text Authorship:

  • by (Gustav) Emil Barthel (1835 - 1906), "Die Gärtnermaid"

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Note: the text above is taken from stanzas 1-4,6 of the original text.

by (Gustav) Emil Barthel (1835 - 1906)
88. Scheiden
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Scheiden", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 89, published 1896, stanzas 1-3 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
  Wenn sich ein junger Knabe muß
Von seinem Mädchen scheiden,
Wie bringt doch jeder letzte Kuß
Statt Lust nur neues Leiden!

  Und wenn erst gar die Stunde schlägt,
Und er sich losgerissen,
Das arme Herz es kaum erträgt,
Das Auge will zerfließen.

  Und geht er seiner Straße nach,
Die Brust will ihm zerspringen;
Was kümmert ihn der Frühlingstag,
Und ob die Vögel singen!

 ... 

Text Authorship:

  • by Robert Reinick (1805 - 1852), "Scheiden", appears in Lieder vom Maler, in 2. Frühling und Liebe, in Wanderers Nachtlieder, no. 1, first published 1844

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Note: the text above is taken from stanzas 1-3 of the original text.

by Robert Reinick (1805 - 1852)
89. Mein Liebster keck ist ein Matros'
 (Sung text)
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Mein Liebster keck ist ein Matros'", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 90, published 1896, stanzas 1-6,1 [ soprano, ssaa chorus and piano ], Zürich & Leipzig: Hug
Language: German (Deutsch) 
Mein Liebster keck ist ein Matros';
Er kämpft mit Wind und Wasserhos'
Und knüpft, was uns're Herzen band,
Gleich seinem Schiffstau los.

Ich zöge gern mit Herz und Hand
Das flüchtige Schiff zurück zum Strand;
Doch meine Sehnsucht treibt es nur;
Es flieht schon weit vom Strand.

Mein Liebster spannt das Segel quer;
Wie rauscht sein Kiel durch's wilde Meer!
Ich weiß nicht, bringt ihn wiederum
Ein guter Wind mir her.

Was baut' ich auch, ein thöricht Kind,
Auf Häuser, die entführt der Wind!
Nun wein' ich mir die Wangen blaß
Und meine Augen blind.

Mein Liebster steuert mittagwärts,
Die Flut empfindet nicht den Schmerz;
Er führt so kräft'gen Ruderschlag
Und jeder trifft mein Herz.

Schlag' er das Meer nur immerhin,
Das treulos ist und falsch von Sinn!
Doch warum schlägt er auch dies Herz,
Das nichts geliebt, als ihn!

Mein Liebster keck ist ein Matros';
Er kämpft mit Wind und Wasserhos'
Und knüpft, was uns're Herzen band,
Gleich seinem Schiffstau los.

 ... 

Text Authorship:

  • by Heinrich Leuthold (1827 - 1879), "Ligurisches Volkslied", appears in Gedichte, in 2. Lieder von der Riviera, no. 13

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Note: the text above is taken from stanzas 1-6,1 of the original text.

by Heinrich Leuthold (1827 - 1879)
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