Neue Volkslieder nach alten und neuen Gedichte und Handwerker-Lieder

by (Friedrich) August Bungert (1845 - 1915)

Word count: 3291

1a. Widmung [sung text not yet checked]

Ihr habt mir zum freundlichen Grusse
 . . . . . . . . . .

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1b. Sehnsucht nach dem Rhein [sung text not yet checked]

Und an der Ecke das alte Haus
 . . . . . . . . . .

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2. Beim Spinnen [sung text not yet checked]

Ein Mägdlein schwebt dahin durch das Feld
 . . . . . . . . . .

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3. Sie gleicht wohl einem Rosenstock [sung text not yet checked]

Sie gleicht wohl einen Rosenstock
 . . . . . . . . . .

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4. Bäckerlied [sung text not yet checked]

Wer wollte noch leben
 . . . . . . . . . .

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5. Da droben auf jenem Berge [sung text not yet checked]

Da droben auf jenem Berge,
Da steht ein goldnes Haus,
Da schauen wohl alle Frühmorgen
Drei schöne Jungfrauen heraus;
Die eine, die heißet Elisabeth,
Die andre Bernharda mein,
Die dritte, die will ich nicht nennen,
Die sollt mein eigen sein.

Da unten in jenem Tale,
Da treibt das Wasser ein Rad,
Das treibet nichts als Liebe,
Vom Abend bis wieder an Tag;
Das Rad das ist gebrochen,
Die Liebe, die hat ein End,
Und wenn zwei Liebende scheiden,
Sie reichen einander die Händ. 

Ach Scheiden, ach, ach!
Wer hat doch das Scheiden erdacht,
Das hat mein jung frisch Herzelein
So frühzeitig traurig gemacht.
Dies Liedlein ach, ach!
Hat wohl ein Müller erdacht;
Den hat des Ritters Töchterlein
Vom Lieben zum Scheiden gebracht.

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6. Der Schumacher [sung text not yet checked]

Ich halt' ein Stückchen Leder
 . . . . . . . . . .

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7. Wie schön blüht uns der Maien [sung text not yet checked]

Wie schön blüht uns der Maien,
Der Sommer fährt dahin,
Mir ist ein schön Jungfräuelein
Gefallen in meinen Sinn.
Bei ihr ja wär mir wohl,
Wann ich nur an sie denke,
Mein Herz ist freudenvoll.

Wenn ich des Nachts lieg schlafen,
Mein Feinslieb kommt mir für,
Wenn ich alsdann erwache,
Bei mir ich niemand spür;
Bringt meinem Herzen Pein,
Wollt Gott, ich sollt ihr dienen,
Wie möcht mir bas gesein. 

Bei ihr da wär ich gerne,
Bei ihr da wär mirs wohl;
Sie ist mein Morgensterne
Strahlt mir ins Herz so voll.
Sie hat ein roten Mund,
Sollt ich sie darauf küssen,
Mein Herz würd mir gesund. 

Ich werf mit Rosenblättern
In Liebchens Fenster ein:
Ei schlafe oder wache,
Ich möchte bei dir sein!
Das Fensterlein steht auf
Wie bei dem Vogelsteller,
Ich wag mich nicht hinauf. 

Wollt Gott, ich fänd im Garten
Drei Rosen auf einem Zweig,
Ich wollte auf sie warten,
Ein Zeichen wär's mir gleich;
Das Morgenrot ist weit,
Es streut schon seine Rosen,
Adie meine schöne Maid.

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8. Maurer-Lied [sung text not yet checked]

Noch ein Stein und noch ein Stein,
Und ein wenig Speiß,
Glühend sticht der Sonnenschein,
Und der Stein ist heiß !
Kalk her ! Ziegel her !
Eilt, Handlanger, eilt !
Weiß der Kuckuck selbst nicht mehr,
Wo ihr Faulen weilt !

Welche Hand die Mauer schicht’t,
Keiner frägt danach,
Wer die Ziegel brannte, nicht,
Wer die Steine brach.
Kalk her ! Ziegel her !
Wiegt doch nicht so flau.
Sind euch zwanzig schon zu schwer ?
Zählt ihr so genau ?

Denkt Ihr, wenn Ihr drinnen wohnt,
Der Euch das gebaut,
Unter freiem Himmel thront,
Wo der Nebel thaut ?
Kalk her ! Ziegel her !
Schleicht doch nicht so matt,
Als ob blauer Montag wär,
Schlaft euch morgen satt!

Morgen gibt es Regen doch,
Lohn, -- und Arbeit aus,
Schwitzt nur heute fröhlich noch!
Höher steigt das Haus!
Kalk her ! Ziegel her !
Fahr der Donner gleich,
Alle Wetter und noch mehr,
Faules Pack, in euch !

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9. Ganz leise [sung text checked 1 time]

Ich [habe]1 ein kleines Lied erdacht
Und [hab']2 es gesungen hinaus in die Nacht,
Die Wasser der Muhle rauschten
Zwei Vöglein saßen im Lindenbaum,
[Verborgen den Kopf im weichen Flaum]3 
Und lauschten.

Ich weiß nicht, wer es verrathen hat, 
Der Gießbach oder das Lindenblatt, 
Der Nachtwind oder die Meise --
Mein Lied von der Herzenskönigin,
Heut' sang es die schöne Müllerin 
Ganz leise.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben, ed. by Theophil Zolling, Band 37, Berlin, Verlag von Georg Stilke, 1890, page 95.

1 Bungert: "hab' "
2 Bungert: "habe"
3 Bungert: "Sie hüllten den Kopf in den weichen Flaum"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

10. Fischerlied [sung text not yet checked]

Der Himmel grau und kraus, um mich aufschäumt das Meer
 . . . . . . . . . .

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11. Einen Ring hab' ich von dir [sung text not yet checked]

Einen Ring hab' ich von dir den trag ich am Finger
 . . . . . . . . . .

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12. Der Sandträger [sung text not yet checked]

Sand! Ich bin so müd', ihr Leut'
 . . . . . . . . . .

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13. Wenn die wilden Rosen blüh'n [sung text not yet checked]

Wenn die wilden Rosen blüh'n an des Baches Rand
 . . . . . . . . . .

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14. Auf der Bleiche [sung text not yet checked]

Sprich Mädchen, wer hat das Tuch befleckt
 . . . . . . . . . .

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15. Früh wollt' ein Jäger jagen [sung text not yet checked]

Früh wollt' ein Jäger jagen, wohl jagen auf grüner Heid
 . . . . . . . . . .

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16. Müllerlied [sung text not yet checked]

Sowie vom Wasser das Mühlrad geht
 . . . . . . . . . .

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17. Heilige Liebe [sung text not yet checked]

Schreib' du an jenem Orte 
Mit eigner Hand die Worte: 
"Die ewig ich liebe, 
Sie ruhet allhier."  

Treu' hab' ich ihr geschworen, 
Und hab' ich sie verloren; 
So sei nun auch der Tod 
Mein einziger Trost!  

Und sollten meine Füszlig;e 
Dein'n Grabstein betreten; 
So schicke nur einen einzigen 
Seufzer zu mir!  

Denk' meiner in der Stille, 
Die des Grabes Hülle 
Uns eint auch der Tod, 
Mein einziger Trost!  

Streu' du das Grab mit Blumen, 
Gedenk' an jene Stunde, 
Mit Rosen und Veilchen, 
Vergiß mein nicht! 

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Confirmed with Die deutschen Volkslieder mit ihrem Singweisen, drittes Heft, ed. by Ludwig Erk and Wilhelm Irmer, Berlin: Plahn' sche Buchhandlung, 1839, song no. 16, page 13.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

18. In der Schmiede [sung text not yet checked]

Kling, klang! Funken sprühn
 . . . . . . . . . .

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19. Bin ich eine Frau einmal erst [sung text not yet checked]

Zwischen Bergen, liebe Mutter,
Weit den Wald entlang,
Reiten da drei junge Jäger
Auf drei Rösslein blank,
         lieb Mutter,
Auf drei Rösslein blank.

Ihr könnt fröhlich sein, lieb Mutter,
Wird es draussen still:
Kommt der Vater heim vom Walde,
Küsst Euch, wie er will,
         lieb Mutter,
Küsst Euch, wie er will.

[ Und ich werfe mich in Bettchen
Nachts ohn Unterlass,
Kehr mich links und kehr mich rechts hin,
Nirgends hab ich was,
         lieb Mutter,
Nirgends hab ich was.

Bin ich eine Frau erst einmal,
In der Nacht dann still
Wend ich mich nach allen Seiten,
Küss, soviel ich will,
         lieb Mutter,
Küss, soviel ich will.]1

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "The little girl", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "La petite fille", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Holstein replaced these strophes with his own:
Seltsam Bangen mir im Herzen
Pocht ohn' Unterlaß,
Oft von heißen Sehnsuchtstränen
Wird mein Kissen naß, 
        lieb' Mutter,
Wird mein Kissen naß. 

Bin ich eine Frau erst einmal, 
Wird es draußen still, 
Halt' den Liebsten ich umschlungen, 
Küß so viel ich will, 
        lieb' Mutter, 
Küß so viel ich will.

Researcher for this text: John Versmoren

20. Die Wäscherin [sung text not yet checked]

Aus meinen Händen kommt lauter Schnee, 
Wie Äpfelblüthen und weißer Klee,
Wie duft'ge Wolken in klarer Luft,
Wie schaum'ge Wellen, voll feinem Duft.

Daß meine Hände so weh und wund, 
Daß mir der Rücken wird steif und rund,
Daß mir's an Seife und Holz gebricht,
Das steht auf dem schimmernden Weißzeug nicht.

Die schwarze Wäsche wird weiß und rein,
Und was verkrumpelt, wird glatt und fein --
Wie gern wär' Manche bei mir geputzt,
Und jung geglättet, wer abgenutzt.

Und sauber gewaschen, die sich befleckt,
Und schneeig wie Blumen, die schmutzbedeckt.
Ja, würde der Ruf bei mir reingeseift,
Ich hätte Millionen im Schrein gehäuft!

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

21. So wünsch ich ihr ein' gute Nacht [sung text checked 1 time]

So wünsch ich ihr ein' gute Nacht,
Bei der ich war alleine,
Ein freundlich Wort sie zu mir sprach:
Wir zwei müssen nun uns scheiden!
Ich scheid nit weit,
Gott weiß die Zeit,
Wiedersehen bringt Freude!
 
Zu nächten, da ich bei ihr war,
Ihr Antlitz stund voll röthen,
Sie sah den Knaben freundlich an,
Sprach, dass dich Gott geleite!
Mein Schimpf und Scherz,
Scheiden bringt Schmerz!
Das bin ich worden innen!
 
Das Mägdlein an dem Laden stund,
Hub kläglich an zu weinen!
Nun g'segne dich Gott, mein Reiterjung,
Laß mich nicht lang alleine!
Kehr wieder bald,
Mein Aufenthalt!
Lös mich von schweren Träumen!
 
Der Reiter über die Haide rit,
Er warf sein Rößlein herummer;
Nun g'segne dich Gott, mein holder Buhl
Und kehr dein Rede nicht umher.
Beschert Gott Glück,
S'geht nimmer zurück!
Du bist mein's Herzens die Krone.
 
Und der uns dieses Liedelein sang,
Er hat's gar wohl gesungen,
Das hat gethan ein Reiterjung,
Von Lieb ist er durchdrungen.
Er singt uns dies und wol noch mehr
Wie's ihm im Herzen erklungen.

The text shown is a variant of another text.
It is based on

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "And so I wish her a good night", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

Note: "wol" is an older spelling of "wohl"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

22. König Wilhelms-Husaren Lied [sung text not yet checked]

Lehm op!  Lehm op! 
Dröhnt der Boden und braust, 
Kommt's im Trab, Rhein hinab,
Über die Kuhl gesaust. 

Lehm op!  Lehm op!
Gu'n Morgen, Herr Husar! 
Reiterei tobt vorbei,
Rheinisch Gold fürwahr! 

Lehm op!  Lehm op! 
Ziegelbrennergesang! 
Lustig Lied!  Sporenlied!
Reiterschlachtenklang! 

Lehm op!  Lehm op!
Vollgestrichen Maß!
Zum Sattelknauf reicht hinauf
Voll ein schäumend Glas! 

Lehm op!  Lehm op!
Jauchzt der Schlachtruf laut!  
Jäger vom Rhein, wie Ziegelstein'!
Drauf, wo Herzblut thaut!

Lehm op!  Lehm op!
Schlagt zu Brei die Welt! 
Zäh der Stoß im Erdenkloß,
Stein und Bein zerschellt!

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Confirmed with Handwerkerlieder von Carmen Sylva, Bonn: Emil Strauß, 1891, pages 2 - 3.

A useful note about the phrase "Lehm op" (in German) can be found in Wikisource: de.wikisource.org


Researcher for this text: Melanie Trumbull

23. Werbung [sung text not yet checked]

Zum Stolpen, zum Stolpen, da steht ein hohes Haus
 . . . . . . . . . .

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24. Die Nähterin [sung text not yet checked]

Der Tag ist kalt, die Nadel fliegt, die schöne Schwester im Sarge liegt
 . . . . . . . . . .

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25. In der Sonnengasse zu Sanct Goar [sung text not yet checked]

In der Sonnengasse zu Sankt Goar,
da kämmt sich die Resi ihr schwarzes Haar,
sie lacht in den Spiegel verstohlenen Blicks,
silbern über ihrem [Bette]1 hängt ein Kruzifix.

Ihr Pantöffelchen klappert, ihr Schnürleib kracht:
Heute Nacht! Heute Nacht! Heute Nacht!

In der Sonnengasse zu Sankt Goar,
da wohnt ihr schrägüber ein junger Scholar,
der pfroppft sich in den Schädel lauter dummer Zeug,
schwarz auf seinem [Pulte]1 liegt der Pentateuch;

Da streift ihn die Sonne und sein Leder kracht:
Heute Nacht! Heute Nacht! Heute Nacht!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Dans la ruelle du soleil", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Note: Goar is a village on the Rhine.
1 Jemnitz drops the final 'e'

Researcher for this text: Peter Donderwinkel

26. Seilerlied [sung text not yet checked]

Wie's Spinnlein nehm' ich vom Leibe
 . . . . . . . . . .

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27. Es ging ein Soldat zum Exerzieren [sung text not yet checked]

Es ging ein Soldat zum Exerzieren
 . . . . . . . . . .

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28. Töpferlied [sung text not yet checked]

Schwirr du im Kreise, ewig die Reise, dreh doch
 . . . . . . . . . .

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29. Der Lauf der Welt [sung text not yet checked]

An jedem Abend geh' ich aus
Hinauf den Wiesensteg.
Sie schaut aus ihrem Gartenhaus,
Es stehet hart am Weg.
Wir haben uns noch nie bestellt,
Es ist nur so der Lauf der Welt.

Ich weiß nicht, wie es so geschah,
Seit lange küss' ich sie,
Ich bitte nicht, sie sagt nicht: ja!
Doch sagt sie: nein! auch nie.
Wenn Lippe gern auf Lippe ruht,
Wir hindern's nicht, uns dünkt es gut.

Das Lüftchen mit der Rose spielt,
Es fragt nicht: hast mich lieb?
Das Röschen sich am Taue kühlt,
Es sagt nicht lange: gib!
Ich liebe sie, sie liebet mich,
Doch keines sagt: ich liebe dich!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (John H. Campbell) , "The way of the world", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La course du monde", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

30. Deutsche Reichshymne [sung text not yet checked]

Heil dir, o Vaterland so hehr und ruhmgekrönt erstanden
 . . . . . . . . . .

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31. Soldaten-Tod [sung text not yet checked]

Kein schön'rer Tod ist in der Welt,
Als wer vorm Feind erschlagen
Auf grüner Heid, im freien Feld,
Darf nicht hör'n groß Wehklagen.

Im engen Bett nur Ein'r allein
Muß an den Todesreihen,
Hier aber find't er Gesellschaft fein,
Falln mit wie Kräuter im Maien.

Manch frommer Held mit Freudigkeit
Hat zugesetzt Leib und Blute,
Starb sel'gen Tod auf grüner Heid,
Dem Vaterland zu gute.

Kein schön'rer Tod ist in der Welt,
Als wer vorm Feind erschlagen
Auf grüner Heid, im freien Feld,
Darf nicht hör'n groß Wehklagen.

Mit Trommelklang und Pfeifengetön
Manch' frommer Held war begraben,
Auf grüner Heid gefallen so schön,
Unsterblichen Ruhm tut er haben.

Kein schön'rer Tod ist in der Welt,
Als wer vorm Feind erschlagen
Auf grüner Heid, im freien Feld,
Darf nicht hör'n groß Wehklagen.

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32. Für ewig [sung text not yet checked]

Ich stand auf hohem Berge,
schaut' hin und schaut' her,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
zwei, drei wohl bei ihr steh'n.

Der Erste war ein Maurer,
der Zweite ein Zimmermann,
und der Dritte, das war ein Husare,
und der Dritte, das war ein Husare,
den wollt' das Mädchen han.

Er führt das schöne Mädchen
in's Wirsthaus hinein,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
versoffen müssen sie sein.

Versoffen sind die Kleider,
kein Geld ist mehr da.
Ei so muß das schöne Mädchen,
ei so muß das schöne Mädchen
bei der Nacht nach Hause geh'n.

Ach Mutter, liebe Mutter,
das war ja mein' Freud'.
Denn die Bergischen Husaren,
denn die Bergischen Husaren
sind kreuzbrave Leut'!

Geh'n Abend spät schlafen,
stehn Morgens früh auf,
und da trinken sie ihren Kaffee,
und da trinken sie ihren Kaffee,
Glas Branntwein darauf.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Ik stond op hoge bergen", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Laura Prichard) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (John Madden) , "I stood on a high mountain", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Je me tenais sur une haute montagne", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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33. Die drei Röslein [sung text not yet checked]

Es ging ein Mägdelein
 . . . . . . . . . .

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34. Mädchentraum [sung text not yet checked]

Mir träumte von einem Myrtenbaum,
so blühenden hab' ich nie geseh'n.
Die Nacht, die ist vergangen,
der Traum will nicht vergeh'n.
Was soll mir nun mein Sträusslein bunt,
was soll mir nun der Veilchenkranz?
Ich wollt', es wären Myrten,
da führt' er mich zum Tanz.
Zur Kirchen und hernach zum Tanz,
der Himmel wär' mir aufgetan!
Ach, Liebster, holder Liebster,
wie lange steht's noch an?

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  • ENG English (Emily Ezust) , "I dreamed of a myrtle tree", copyright ©

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1 myrtle was used for bridal wreathes.

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35. Dornröschen [sung text not yet checked]

Und [wie]1 sie kam zur Hexe,
Dornröschen hold, Dornröschen gut,
Die stach sie in ihr Fingerlein,
Da floß das rote Blut.

Sie schloß die lichten Augen,
Vom Spindelstich das Mägdlein schlief,
Bis um das graue Königsschloß
Eine Rosenhecke lief.

Und nach dreihundert Jahren,
Da kam ein schöner Rittersmann,
Mit blankem Schwert er hieb sich durch,
Bis er die Maid gewann. --

Ich wollt', ich läge schlafen
Dreihundert Jahr im Rosenhag,
Bis daß der Eine gegangen käm,
Der mich gewinnen mag!

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  • ENG English (Emily Ezust) , "And as she came to the witch", copyright ©

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1 Jensen: "als"; further changes may exist not noted above.

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36. Rheinwein [sung text not yet checked]

Ich weiss einen Helden von seltener Art
so stark und so zart
das ist die Blume der Ritterschaft
das ist der erste an Milde und Kraft,
so weit auf des Vaterlands Gauen
die Sterne vom Himmel schauen

In goldener Rüstung geht der Gesell
das funkelt so hell!
Und ob ihm auch mancher zum Kampfe sich gestellt
weiss keinen, den er nicht endlich gefällt;
er machte noch allen zu schaffen
mit seinen feurigen Waffen

Doch wo es ein Fest zu verherrlichen gilt
wie ist er so mild!
Er naht, und die Augen der Gäste erglühn
und der Sänger greift in die Harfe kühn,
und selbst die Mädchen im Kreise
sie küssen in heimlicher Weise

O komm, du Blume der Ritterschaft
voll Milde und Kraft
Tritt ein in unsern vertraulichen Rund
und wecke den träumenden Dichtermund
und führ uns beim Klange der Lieder
die Freude vom Himmel hernieder

Er kam zur Welt auf sonnigem Stein
hoch über dem Rhein
wie er geboren, da jauchzt' überall
im Lande Trompeten- und Paukenschall,
da wehten von Burgen und Hügeln
die Fahnen mit lustigen Flügeln.

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37. Wunderbares [sung text not yet checked]

Es muß [was]1 Wunderbares sein
Ums Lieben zweier Seelen,
Sich schließen ganz einander ein,
Sich nie ein Wort verhehlen,
Und Freud und Leid und Glück und Not
So mit einander tragen;
Vom ersten Kuß bis [in]2 den Tod
Sich nur von Liebe sagen.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , "It must be a wonderful thing", copyright ©
  • ENG English [singable] (Charles Fonteyn Manney) , "A wondrous rapture must it be", first published 1911
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Ce doit être une chose merveilleuse", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • RUS Russian (Русский) (Anonymous/Unidentified Artist)

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1 Liszt: "ein"
2 Backer-Grøndahl: "an"

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38. Nimm mich doch [sung text not yet checked]

Mädchen:
 Hast gesagt, du willst mich nehmen,
 So bald der Sommer kommt!
 Der Sommer ist gekommen, ja kommen,
 Du hast mich nicht genommen, ja nommen!
 Geh', Büble, geh'! Geh', nehm' mich!
 Gelt, ja? Gelt, ja? Gelt, ja du nimmst mich noch?

Büble:
 Wie soll ich dich denn nehmen,
 Dieweil ich doch schon hab'?
 Und wenn ich halt an dich gedenk',
 So mein' ich alle weile:
 Ich wär' schon bei dir!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , "Strong imagination", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Forte imagination", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Immaginazione sfrenata", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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39. Es ritten drei Reiter [sung text not yet checked]

Es ritten drei Reiter zum Tor hinaus,
Ade!
Feins Liebchen schaute zum Fenster hinaus,
Ade!
Und wenn es denn soll geschieden sein,
So reich mir dein goldenes Ringelein.
Ade! Ade! Ade!
Ja scheiden und meiden tut weh.

Und der uns scheidet, das ist der Tod,
Ade!
Er scheidet so manches Jungfräulein rot,
Ade!
Und wär doch geworden der liebe Leib
der Liebe ein süßer Zeitvertreib.
Ade! Ade! Ade!
Ja scheiden und lassen tut weh.

Es scheidet das Kind wohl in der Wieg,
Ade!
Wenn werd ich mein Schätzel wohl kriegen?
Ade!
Und ist es nicht morgen, ach, wär es doch heut,
Es macht uns allbeiden gar große Freud,
Ade! Ade! Ade!
Ja scheiden und meiden tut weh.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Penny Johnson) , "Separation and privation", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Se séparer et partir", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Dividersi e partire", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Separarsi e andare via", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Jakob Kellner

40. Die goldene Zeit [sung text not yet checked]

Ihr Blumen auf Wiesen und Weiden,
Ihr Rosen in Hecken und Heiden,
Blühet und glühet - es naht schon die Zeit
Dass ihr vom sonnigen Tag müsst scheiden!

Du Nachtigall dort auf der Halde,
Ihr Vögel im Feld und im Walde,
Singet und klinget so lang es noch Zeit:
Verstummt zum Süden fliegt ihr balde!

Du Jüngling in lockigen Haaren,
Du Mädchen in blühenden Jahren,
Nutzet die Jugend, die goldene Zeit!
Wie bald wird sie von dannen fahren! 

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

41. Weisse Rosen. I [sung text not yet checked]

Du bissest die zarten Lippen wund,
Das Blut ist danach geflossen;
Du hast es gewollt, ich weiß es wohl,
Weil einst mein Mund sie verschlossen.

Entfärben ließt du dein blondes Haar
In Sonnenbrand und Regen;
Du hast es gewollt, weil meine Hand
Liebkosend darauf gelegen.

Du stehst am Herd in Flammen und Rauch,
Daß die feinen Hände dir sprangen;
Du hast es gewollt, ich weiß es wohl,
Weil mein Auge daran gehangen.

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

42. Weisse Rosen. II [sung text not yet checked]

Du gehst an meiner Seite hin
Und achtest meiner nicht;
Nun schmerzt mich deine weiße Hand,
Dein süßes Angesicht.

O sprich wie sonst ein liebes Wort,
Ein einzig Wort mir zu!
Die Wunden bluten heimlich fort,
Auch du hast keine Ruh.

Der Mund, der jetzt zu meiner Qual
Sich stumm vor mir verschließt,
Ich hab ihn ja so tausendmal,
Vieltausendmal geküßt.

Was einst so überselig war,
Bricht nun das Herz entzwei;
Das Aug, das meine Seele trank,
Sieht fremd an mir vorbei.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (David Paley) , "You walk at my side", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

43. Weisse Rosen. III [sung text not yet checked]

So dunkel sind die Straßen,
So herbstlich geht der Wind;
Leb wohl, meine weiße Rose,
Mein Herz, mein Weib, mein Kind!
 
So schweigend steht der Garten,
Ich wandre weit hinaus;
Er wird dir nicht verraten,
Daß ich nimmer kehr nach Haus.
 
Der Weg ist gar so einsam,
Es reist ja niemand mit;
Die Wolken nur am Himmel
Halten gleichen Schritt.
 
Ich bin so müd zum Sterben;
Drum blieb' ich gern zu Haus
Und schliefe gern das Leben
Und Lust und Leiden aus.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Harry Joelson

44. Gretchen [sung text not yet checked]

Des Sonntags Morgens in aller Fruh,
Da kam mir eine traurige Botschaft zu,
Dieweil ich von meinem Schatz hab Abschied genommen,
Ich sollt doch noch einmal zu ihr kommen.

Und da ich zu ihr gekommen bin,
Da thät sie mir sagen in aller Still:
Ich sollt sie nicht verlaßen in aller ihrer Noth,
Ich sollt sie treulich lieben bis in de n Tod.

Schau an mein bleiches Angesicht,
Schau an wie die Lieb es hat zugericht't.
Kein Feuer auf Erden mag brennen so heiß
Als heimliche Liebe, da Niemand von weiß.

Ich hab einen Schatz, und den muß ich meiden,
Muß von ihm gehn, kein Wort mit ihm reden.
Und hätt ich ein Herz viel härter als Stein,
So könnt ich doch nimmer wieder fröhlich sein.

Disteln und Dornen, die stechen ja so sehr,
Aber falsche Zungen, die stechen noch viel mehr.
Lieber wollt ich gehn, wo Disteln und Dornen stehn
Als wo zwei falsche Zungen beisammen gehn.

Mit Trauern da muß ich schlafen gehn,
Mit Trauern muß ich wieder auferstehn;
Mit Weinen und Klagen vertreib ich meine Zeit,
Dieweil ich nicht kann haben was mein Herz erfreut.

Nun bitt ich, du wollst bei meinem Begräbniß sein,
Und wollst mich auch legen ins Grab hinein;
Und wollst mich helfen tragen ins kühle Grab,
Dieweil ich dich so treulich geliebet hab.

Unter meinem Herzen da liegt ein großer Stein,
Darunter liegt begraben die Herzallerliebste mein.
Läg ich nur auch schon im kühlen Grab
Bei der, die ich so treulich geliebet hab. 

Authorship

Copied from Die deutschen Volksbücher, Volume 8, edited by Karl Joseph Simrock

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

45. Die Fenster klär' ich [sung text not yet checked]

Die Fenster klär' ich zum Feiertag,
Daß sich die Sonn' drin spiegeln mag,
Und klär' und denke gar mancherlei.
Da geht er stolz vorbei!

So sehr muss ich da erschrocken sein,
Daß ich gleich brach in die Scheiben hinein,
Und gleich auch kam das Blut gerannt
Rot über meine Hand.

Und mag sie auch bluten, meine Hand,
Und mag mich auch schmerzen der böse Brand,
Hast einen Blick doch herauf geschickt,
Als laut das Glas geknickt.

Und in die Augen dir hab' ich gesehn;
Ach Gott, wie lang ist es nicht geschehn!
Hast mich ja nicht einmal angeblickt,
Als leis mein Herz geknickt!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De vensterruit", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Uri Liebrecht) , "The window pane", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "The windowpane", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Le carreau de la fenêtre", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Ted Perry

46. Getreu bis in den Tod [sung text not yet checked]

Weisst du noch, wie am Hügel dort
 . . . . . . . . . .

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Authorship

47. Weihnachtskerzen [sung text not yet checked]

Von allen Ländern sind heute
 . . . . . . . . . .

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48. Es duftet wie Heimweh im dunklen Geäst [sung text not yet checked]

Es duftet wie Heimweh im dunklen Geäst
 . . . . . . . . . .

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Authorship

49. Heut und immerdar [sung text not yet checked]

Wir meinen, das Christkind kommt nicht mehr
 . . . . . . . . . .

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50. Sind manche von uns so müde [sung text not yet checked]

Sind manche von uns so müde
 . . . . . . . . . .

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Authorship

51. Maria! Maria! [sung text not yet checked]

Du aller Jungfrau'n Ruhm und Glanz
 . . . . . . . . . .

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Authorship

52. Altes Gedicht [sung text not yet checked]

 Jetzt kauf' ich mir einen Degen
 . . . . . . . . . .

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53. Auf Trauern folg gross' Freud' [sung text not yet checked]

Auf Trauern folgt gross Freud
 . . . . . . . . . .

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54. Stille schweigen [sung text not yet checked]

Sieh an, mein liebes Kind
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

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55. Im Felde schleich' ich [sung text not yet checked]

Im [Felde]1 [schleich']2 ich still und wild,
Gespannt mein Feuerrohr.
Da schwebt so licht dein liebes Bild
Dein süßes Bild mir vor.

Du wandelst jetzt wohl still und mild
Durch Feld und liebes Thal,
Und ach mein schnell verrauschend Bild
Stellt sich dir's nicht einmal?

Des Menschen, der die Welt durchstreift
Voll Unmuth und Verdruß,
Nach Osten und nach Westen schweift,
Weil er dich lassen muß.

Mir ist es, denk' ich nur an dich,
Als in den Mond zu sehn;
Ein stiller Friede kommt auf mich,
Weiß nicht wie mir geschehn.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Avondlied van de jager", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "In the fields/forests I creep, silent and wild", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chant vespéral du chasseur", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, page 110.

First anonymously published in Christoph Martin Wieland's Der Teutsche Merkur vom Jahr 1776. Erstes Vierteljahr. Weimar, pages 8-9, with the title Jägers Nachtlied, see below.

1 Weber: "Walde"
2 Andersch: "schweif' " ; Gompertz: "streich' " ; further changes may exist not shown above.

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

56. In der Rosenlaube am Rhein [sung text not yet checked]

In der Rosenlaube sass ich
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

57. Sängerin Nachtigall [sung text not yet checked]

Der Mai bringt uns der Blümelein
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

58. Lachender Zweig [sung text not yet checked]

Subtitle: Spinnstubenlied

Es stand ein Blümlein im tiefen Thal
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

60. Wanderspruch [sung text not yet checked]

Es geht wohl anders, als du meinst:
Derweil du [rot]1 und fröhlich scheinst,
Ist Lenz und Sonnenschein verflogen,
Die liebe Gegend schwarz umzogen;
Und kaum hast du dich ausgeweint,
Lacht alles wieder, die Sonne scheint --
Es geht wohl anders, als [man meint]2.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Meditazione 1 dalle "Meditazioni del viandante"", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Schoeck: "frei"
2 Schoeck: "du meinst"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

60b. Philinen's Schuhe [sung text not yet checked]

Die Schuhe Philinen's, die solltet ihr seh'n
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

63. Sie schlummert [sung text not yet checked]

Möcht wissen, was sie schlagen
So schön bei der Nacht,
's ist in der Welt ja doch niemand,
Der mit ihnen wacht.

Und die Wolken, die reisen,
Und das Land ist so blaß,
Und die Nacht [wandert]1 leise
Durch den Wald übers Gras.

Nacht, Wolken, wohin sie gehen,
Ich weiß es recht gut,
Liegt ein Grund hinter den Höhen,
Wo meine Liebste jetzt ruht.

Zieht der Einsiedel sein Glöcklein,
Sie höret es nicht,
Es fallen ihre Löcklein
Übers ganze Gesicht.

Und daß sie niemand erschrecket,
Der liebe Gott hat sie hier
Ganz mit Mondschein bedecket,
Da träumt sie von mir.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Jakob Kellner) , "I would like to know what they sing", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (John Glenn Paton) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Les rossignols", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 some versions of Eichendorff (and Franz and Pfitzner): "wandelt"

Researcher for this text: Jakob Kellner

64. Die Scheuerfrau am Christabend [sung text not yet checked]

Wenn's nur nicht Christabend wär'
 . . . . . . . . . .

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65. Küssen ist süsse [sung text not yet checked]

Subtitle: Ein anderes kleines Lied

Es fällt ein Sternlein vom Himmel herab
 . . . . . . . . . .

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66. Kindes Bitte vor dem Einschlummern [sung text not yet checked]

Vergiss es nicht
 . . . . . . . . . .

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67. Anna Kathrein [sung text not yet checked]

O willst mich nicht mithab'n, Anna Kathrein
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author
Based onBased on

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68. Jesus [sung text not yet checked]

Subtitle: Alte Legende

Als Gott der Herr geboren war
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

69. Das Rosenlachen [sung text not yet checked]

Ich hab' einmal ein Mägdelein gekannt
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

70. Leonore [sung text not yet checked]

Es stehn die Stern am Himmel, 
es scheint der Mond so hell, 
die Toten reiten schnell. 
Der Hahn beginnt zu krähen 
und singet an den Tag, 
nicht lang mehr bleiben mag. 
Auf einer grünen Haide, 
da ist mein Haus gebaut 
für mich und meine Braut.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (John H. Campbell) , "Lenore", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: John H. Campbell

71. Frau Maria an der Wiege [sung text not yet checked]

Dort hoch auf dem Berge
Da wehet der Wind, 
Da sitzt die Frau Maria
Und wieget ihr Kind. 
Sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand
Und braucht dazu kein Wiegenband.
Schlaf ein, schlaf ein
Lieb Kindelein.

Authorship

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Confirmed with Das deutsche Kinderbuch: Altherkömmliche Reime, Lieder, Erzählungen, Übungen, Räthsel und Scherze für Kinder. Gesammelt von Karl Simrock, Frankfurt am Main, Druck und Verlag von H. L. Brönner, 1848, page 64.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

72. Die Magd an der Wiege [sung text not yet checked]

Hab ich mir's nicht längst gedacht,
Sitz ich an der Wiegen,
Hab den Wedel in der Hand,
Wehr dem Kind die Fliegen.

Wenn die Leut' spazieren gehn,
Muß ich an der Wiege stehn,
Muß da machen knick und knack,
Schlaf, du kleiner Habersack.

Authorship

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

73. Das Lied vom Siebengebirge [sung text not yet checked]

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Authorship

74. Waldgeheimniss [sung text not yet checked]

Ja, im Wald ist's schön
 . . . . . . . . . .

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Authorship

75. Menschenleben [sung text not yet checked]

Der einst er seine junge
Sonnige Liebe gebracht,
Die hat ihn gehen heißen,
Nicht weiter sein gedacht.

Drauf hat er heimgeführet
Ein Mädchen still und hold;
Die hat aus allen Menschen
Nur einzig ihn gewollt.

Und ob sein Herz in Liebe
Niemals für sie gebebt,
Sie hat um ihn gelitten
Und nur für ihn gelebt.

Authorship

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Note: "Loose" is an archaic spelling for "Lose".

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

76. Moselweinlied [sung text not yet checked]

Sitz' ich still des Abends beim Glas Moselwein
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

79. Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht [sung text not yet checked]

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht,    
Es fiel auf die [zarten]1 Blaublümelein:
Sie sind verwelket, [verdorrt]2.

Ein Jüngling hatte ein Mädchen lieb;   
Sie flohen heimlich [von]3 Hause fort,
Es [wußt']4 weder Vater noch Mutter.

Sie sind gewandert hin und her,
Sie haben gehabt weder Glück noch Stern,
Sie sind [verdorben, gestorben]5.

Authorship

Based on

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (August Matthijs)
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Er viel eens rijp in de lentenacht", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David Kenneth Smith) , "There fell a frost on a night of Spring", copyright © 1996, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Constance Bache)
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Discese la brina...", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Canzone popolare", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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Author's note: Dieses ist ein wirkliches Volkslied, welches ich am Rheine gehört --Heine (Translation: This is a real folksong that I heard on the Rhein)

See also Backer-Grøndahl's song, which uses some of this text.

1 Hiller, Mendelssohn: "bunten"
2 Hermann, Hiller, Mendelssohn, Rubinstein, Schumann: "verdorret"
3 Rubinstein: "vom"
4 Hermann, Hiller: "wusst's"
5 Hiller, Mendelssohn, C. Schumann: words reversed.

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Garrett Medlock [Guest Editor]

90. Das Vaterunser [sung text not yet checked]

Unser Vater in dem Himmel, 
dein Name werde geheiligt, 
dein Reich komme, dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. 
Unser täglich Brot gib uns heute, 
und vergib uns unsre Schuld, 
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. 
Und führ uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft 
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Authorship

Based onBased on

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]